Caritas und Ruhrbistum machen Laien fit für die Seelsorge

13 Mitarbeiter beenden pastorale Zusatzqualifikation in der Altenhilfe

Haltern am See (cde): Die Freude war groß bei den Helfern aus den katholischen Altenheimen, eines ambulanten Dienstes und einer Seniorenberatungsstelle aus dem Bistum Essen: Am Mittwoch, den 8. Juni, erhielten die 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas im Halterner Gottfried-Könzgen Haus ihre Zertifikate zum erfolgreichen Abschluss der „Pastoralen Zusatzqualifikation in der Altenhilfe im Bistum Essen“.

Hintere Reihe, vierte von links: Frau Monika Brähler, Mitarbeiterin der Katholischen Pflegehilfe Essen

Hintere Reihe, vierte von links: Frau Monika Brähler,
Mitarbeiterin der Katholischen Pflegehilfe Essen

Sr. Mechthild, spirituelle Leiterin des Kurses, und Ludger Schollers vom Bischöflichen Generalvikariat überreichten die Zertifikate. „Mit dieser Fortbildung wollen wir die Caritas-Kolleginnen und -Kollegen in den Einrichtungen ermutigen, religiöse Kultur in den katholischen Häusern zu leben und zu stärken. Die 13 Absolventen haben nun die bischöfliche Beauftragung, spirituelle Impulse in ihren Häusern und Einrichtungen zu geben.“, verdeutlichte Sr. Mechthild.

„Es ist wichtig“, so eine Teilnehmerin, „katholisches Profil zu zeigen“. – Wie das gehen kann? Zum Beispiel im persönlichen Gespräch mit sterbenden Menschen und deren Angehörigen, über das Feiern von Gebetsgottesdiensten, über die enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinden oder auch die Begehung von religiösen Festen im Zyklus des Kirchenjahres.

Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt: „Die Seelsorge in vielen katholischen Einrichtungen ist in Gefahr, es gibt immer weniger Geistliche, die diese Aufgabe übernehmen können. Hier müssen wir als Kirche uns verändern, uns in der Gesamtheit als Dienstleister verstehen und Laien für diese Aufgabe befähigen. Diese Qualifizierung ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Die Absolventen bereichern durch ihre Fähigkeiten und Talente die Seelsorge.“, so Dr. Michael Dörnemann, der Leiter des Dezernats „Pastoral“ im Generalvikariat des Bistums Essen. Andreas Meiwes, Direktor der Caritas im Ruhrbistum, ergänzt, dass angesichts der demographischen Entwicklung – die Menschen werden immer älter – der Bedarf an spiritueller Begleitung steige. Er begrüßt die fruchtbare Zusammenarbeit des Dezernats „Pastoral“ des Generalvikariats, der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der Einrichtungen und Dienste der katholischen Altenhilfe im Bistum Essen (AGEA) und der Caritas im Ruhrbistum, die diese Zusatzqualifikation ermöglicht haben.

Über ein Jahr haben die 13 Teilnehmer in sieben, zum Teil mehrtägigen Modulen Themen bearbeitet wie Glaubensvollzug, ethische Fragestellungen in der Betreuung alternder Menschen, Sterbebegleitung, Kommunikation mit alten Menschen, Biographiearbeit mit alten Menschen und theologische Aspekte. „Die Mühen war es wert“, resümiert eine Teilnehmerin, „ich freue mich, dass ich nun besser gerüstet bin, Menschen seelsorgerisch zu begleiten.“