Diözesanwallfahrt zur Schmerzhaften Mutter von Stiepel

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck feierte mit älteren, kranken und behinderten Menschen und ihren Begleitern im Kloster in Bochum-Stiepel die heilige Messe.

Am vergangenen Samstag fand die 11. Diözesanwallfahrt für ältere, kranke und behinderte Menschen in Bochum-Stiepel statt. Zahlreiche ältere und behinderte Menschen, als auch Kranke machten sich mit ihren Betreuerinnen und Betreuern gemeinsam auf den Weg, zur größten Wallfahrt dieser Art in Nordrhein-Westfalen, um diesen Tag miteinander zu erleben. Von vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern begleitet, kamen zahlreiche Seniorinnen und Senioren in Bussen aus der gesamten Diözese an dem Parkplatz vor dem Zisterzienserkloster an. Voller Vorfreude nahmen die Menschen den Weg zur „Schmerzhaften Mutter von Stiepel“ an diesem sonnigen Tag  auf sich und strahlten. Rund 120 Patienten der Katholischen Pflegehilfe und ca. 120 helfende Hände der Katholischen Pflegehilfe waren auch dieses Jahr wieder bei diesem besonderen Ereignis dabei. Die Mitarbeitenden erwiesen eine große Bereitschaft und ehrenamtliches Engagement um ihren Patienten und Bewohnenden mit diesem Tag ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten. „Ich bin jedes Jahr gerne bei der Seniorenwallfahrt in Stiepel dabei, um all die glücklichen Gesichter derer zu sehen, denen wir durch unsere Hilfe die Beteiligung an dieser heiligen Messe ermöglichen“, sprach Bettina Altenhoff, Prokuristin und Personalleitung der Katholischen Pflegehilfe. Auch Beate Willenberg, Verwaltungskraft der Katholischen Pflegehilfe, ist zum 11. Mal bei der Diözesanwallfahrt dabei und stellte fest: „Der Zusammenhalt der Katholischen Pflegehilfe ist großartig. Auch in diesem Jahr sind wir unverkennbar durch die blau/orangene Kleidung mit vielen freiwilligen helfenden Mitarbeitenden an dieser Seniorenwallfahrt beteiligt und unterstützen unsere Patienten und Bewohnenden wo wir nur können“.

Zum 11. Mal lud der Stiepeler Kreis in Kooperation mit vielen Senioren- und Behinderteneinrichtungen zu der Diözesanwallfahrt ein. „Endlich ist es wieder soweit, ich freue mich so sehr auf den heutigen Tag und in einer solch großen Gemeinschaft die heilige Messe mit unserem Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck feiern zu können“, sagte Hilde Sereduk, Patientin der Katholischen Pflegehilfe, die bereits zum zweiten Mal an dieser Wallfahrt teilnahm. „Und weil ich heute so früh angereist bin, ist es mir sogar möglich, in der ersten Reihe alles ganz genau verfolgen zu können“, schwärmte sie voller Enthusiasmus.

Rund 1500 Gläubige aus dem gesamten Bistum Essen pilgerten den kleinen Hügel zum Pilgerplatz vor dem Freialtar im Zisterzienserkloster hinauf, um gemeinsam mit den Geistlichen einen heiligen Gottesdienst zu feiern. Die Diözesanwallfahrt stand unter dem Motto „Gottes Wort leben“ und Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck griff in der Predigt die „Erzählung des Buches Tobit“ auf: „Erst am Ende dieser Erzählung wird der Sinn des komplizierten, schmerzhaften und schwierigen Weges deutlich. Wir, alle Menschen und die gesamte Menschheit, dürfen so lange auf Rettung und Heilung hoffen, solange es gute Menschen gibt, die auf das Beten und das Helfen setzen, die zwar klagen, besonders aber hoffen können, die zwar bitten, aber auch bekennen können, weil sie in allem auf den großen, heiligen und heilmachenden Gott setzen“.

Anschließend an die Predigt erfolgte die Krankensalbung. Damit auch die gehbehinderten und schwachen Menschen die Krankensalbung empfangen konnten, gingen die Priester durch die Reihen, um ihnen das Sakrament geben zu können. Auch die Kommunion wurde von den Priestern innerhalb der Reihen verteilt. Abschließend wurde der feierliche Auszug der Priester und des Bischofs mit lautem Gesang unterstützt. Das Bergbauorchester Essen sowie der Chor des Essener St.-Ludgeri-Altenheimes erfreuten die Teilnehmenden auch in diesem Jahr mit toller Musik.

Es passte einfach alles an diesem Tag. Das Wetter war für den Open-Air-Gottesdienst wie geschaffen, die Menschen waren voller Freude und haben die Diözesanwallfahrt rundum genossen. „Die uns anvertrauten Menschen werden noch lange von diesem wunderbaren Erlebnis zehren“, so Markus Kampling, Geschäftsführer der Katholischen Pflegehilfe und Mitglied des Stiepeler Kreises.