Katholische Pflegehilfe zahlt freiwillige Corona-Prämie

Essen, 24. April 2020. Spätestens seit Ausbruch der Virus-Pandemie ist die Systemrelevanz und generelle Bedeutung der Pflege Gegenstand von Diskussionen. Auch die Zahlung einer landesweiten Prämie für Pflegekräfte, die seit Wochen mit all ihrer Energie für die Pflege von Betroffenen und Risikogruppen einstehen, ist im Gespräch. Hier geht die Katholische Pflegehilfe nun mit gutem Beispiel voran und zahlt den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Unternehmen in einem ersten Schritt mit der kommenden Gehaltsabrechnung eine freiwillige Prämie von 1.000 Euro aus, unabhängig ihres Arbeitszeitmodells oder einer möglichen Refinanzierung.

Die Herausforderungen für die Pflegebranche sind groß. Aktuelle Rahmenbedingungen führen nicht nur zur Umsetzung verschärfter Hygienemaßnahmen und angepasster Abläufe.
Vielmehr erhöhen mehr Einzelbetreuung, zusätzlicher Beratungsbedarf, ein individueller Menüservice und vermehrte Angehörigengespräche durch Besuchsverbot stationärer Einrichtungen den Arbeitsaufwand. Auch die mit der Situation einhergehende psychische Belastung für Pflege- und Betreuungskräfte ist nicht zu unterschätzen.

„Da ist es bedauerlich, dass es bisher keine flächendeckende Prämie für Mitarbeitende der Pflegebranche gegeben hat“, sagt Markus Kampling, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Katholischen Pflegehilfe. „Wir begrüßen die generelle Wertschätzung und aktuelle Empfehlungen der
Pflegekommission. Jedoch bedürfen die Mitarbeitenden jetzt einer entsprechenden Wertschätzung, da sie momentan und bereits über Wochen all ihre Kraft in die Versorgung der pflegebedürftigen Personen investieren und teils am Limit arbeiten.“

Aus diesem Grund haben die Gremien der Unternehmen, die zur Katholischen Pflegehilfe gehören, die Zahlung einer direkten Prämie für die Mitarbeitenden vereinbart. In den aktuellen Gehaltslauf wurde dementsprechend eine individuelle und für Mitarbeitende steuerfreie Prämie über je 1.000 Euro integriert.

„Das Verhalten unserer Mitarbeitenden ist beispielhaft“, führt Markus Kampling fort. „Alle arbeiten sehr verantwortungsvoll mit einem hohen Maß an Gewissenhaftigkeit, Sorgfalt, Zuverlässigkeit und Solidarität. Es ist uns ein Bedürfnis, unserer Wertschätzung für die bemerkenswerte Einsatzbereitschaft entsprechend Ausdruck zu verleihen.“

Schließlich seien es Personen wie die Mitarbeitenden der Katholischen Pflegehilfe, die das System mit ihrer Arbeit momentan in besonderer Weise stützen. Dabei sind es nicht nur die Pflegekräfte, an die gedacht werden soll. „Jeder Mitarbeitende trägt die Situation auf seine Weise mit. Auch Bereiche wie Personal- und Finanzwesen, Hauswirtschaft, Hygiene und Gesundheitsmanagement oder der Qualitätsbereich leisten in dieser Situation einen wertvollen Beitrag.“