Ungarische Melodien im Seniorenzentrum St. Martin

Das Rüttenscheider Seniorenzentrum St. Martin ist am 2. Mai Schauplatz eines ungewöhnlichen Konzerts, das in Kooperation mit dem Europäischen Klassik Festival für die Bewohner und deren Angehörigen veranstaltet wird. Es ist Teil der diesjährigen Initiative des Festivals, klassische Musik zu den Menschen zu bringen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes oder aufgrund einer Behinderung selbst keine Konzerte außer Haus mehr besuchen können. »Wir veranstalten diese Konzerte seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010, weil wir Kultur vor Ort anbieten wollen, weil wir wollen, dass alle teilhaben können. Die große Freude, die wir den Menschen in den beiden vergangenen Jahren damit bereitet haben, hat uns und unsere Sponsoren angespornt, auch in diesem Jahr eine solche Konzertreihe zu veranstalten“, erläutert Hubert Schulte-Kemper, Gründer des Festivals.

Das Besondere: Das Konzert, das um 10:30 Uhr beginnt, ist für die Einrichtung völlig kostenlos und wird ausschließlich von Sponsoren finanziert, die die Festival-Macher gleich mitgebracht haben. Insgesamt gibt es zehn Konzerte dieser Art in Einrichtungen im Ruhrgebiet und Münsterland. »Wir sind froh, mit diesem Auftritt unseren Bewohnern und deren Angehörigen ein ganz besonders Ereignis anbieten zu können.«, freut sich Einrichtungsleitung Ute Bressler. Auch Geschäftsführer Markus Kampling zeigt sich vom Engagement der Musiker beeindruckt: »Es ist ja keine Selbstverständlichkeit, wenn die Musiker – abseits der großen Bühnen – auch Konzerte für Menschen geben, die ansonsten kaum Chancen hätten, die Musik live zu erleben!«

Das »Pizzicato Quartett« aus Pecs, 2010 ebenso Europäische Kulturhauptstadt wie Essen, erfreut die Bewohner des Rüttenscheider Seniorenzentrums St. Martin mit »Ungarischen Melodien«.Spielen wird bei den Konzerten das »Pizzicato Quartett«, das sich aus Musikern des Sinfonieorchesters Pecs zusammensetzt. Die Besonderheit der Gruppe besteht darin, dass das Cello durch eine Bassgeige ersetzt wurde. In ihrem breiten Repertoire sind sowohl barocke Werke (z.B. Bach und Pachelbel), klassische (z.B. Mozart) als auch Stücke aus dem 20. Jahrhundert (z.B. Ferenc Farkas, Mihály Szász) zu finden. Die Mitglieder des Quartetts sind Erzsébet Kovács und Csaba Löczi an der Violine, György Kemény an der Bratsche sowie Zsuzsanna Kemény-Nagy an der Bassageige.

Das mit »Ungarische Melodien« betitelte Programm des Konzerts in St. Martin hält folgende Stücke bereit: Johann Strauß (Sohn) »Pizzicato Polka, op. 234«, János Csermák »Dobbantós (Ungarischer Tanz)«, Ferenc Farkas »6 Ungarische Tänze aus dem XVII. Jahrhundert«, Johann Sebastian Bach »2. Brandenburgisches Konzert, BWV 1047 (1. Satz)«, Johann Sebastian Bach »Sinfonia aus der Kantate ›Ich liebe den Hoechsten von ganzem Gemuete‹, BWV 174«, Anonymus (1788) »Contredanse Hongroise«, Peter Tschajkowski »Chanson Triste«, Leroy Anderson »Plink, plank, plunk«, Scott Joplin »The Entertainer«, Johannes Brahms »Ungarischer Tanz Nr. 5«.

Seniorenzentrum St. Martin sucht funktionierende Spielzeug-Eisenbahnen

Dass das Spielen mit der Eisenbahn nicht nur Kindern Spaß macht, hat sich längst herumgesprochen. Im Rüttenscheider Seniorenzentrum St. Martin wird deshalb im April ein Projekt gestartet, an dem sich alle Bewohner beteiligen können: »Wir möchten gerne mit viel Kreativität und technischem Know how eine wunderschöne Anlage aufbauen, die zum gemeinsamen Spielen einlädt«, sagt Einrichtungsleiterin Ute Bressler.

Eine große Platte und eine Lok sind schon vorhanden, allerdings fehlen derzeit noch weitere Züge, Anhänger, Schienen und das entsprechende Zubehör, die die Anlage erst richtig interessant machen. »Viele Essener haben sicher noch Eisenbahnen im Keller, die dort einfach verstauben. Und das ist doch einfach zu schade! Wir nehmen das Material gerne entgegen, bei uns findet es eine sinnvolle Verwendung«, sagte Bressler.

»Jeder Spender erhält zum Abschluss des Projekts ein Foto der gesamten Anlage, die gebaut worden ist. Und wer möchte, darf auch gerne mal vorbeikommen und sich seine Sachen in Natura ansehen!« Gesucht werden Züge und Schienen der Marke Märklin H 0. Abgegeben werden kann das Material direkt am Empfang des Seniorenzentrums (Rüttenscheider Str. 277).

Ute Bressler steht für Rückfragen und weitere Absprachen gerne zur Verfügung
(Tel.: 18575-0 oder u.bressler@sz-st-martin.de).

Asiatisches Lob für Katholische Pflegehilfe Essen

Südkoreanische Delegation informiert sich beim wichtigsten Essener Anbieter von Pflegeleistungen über die Situation in Deutschland.

Eine hochrangige Delegation aus dem südkoreanischen Gesundheitsministerium informierte sich bei der Katholischen Pflegehilfe Essen über die Pflegesituation in Deutschland. (V.r.n.l.: Ayhan Yilmaz, Stellv. Pflegedienstleitung, Markus Kampling, Geschäftsführer Kath. Pflegehilfe, Kim Lee, Gesundheitsministerium, Prof. Hyon-Joo Nam, Universität Kyungwon, Ute Bressler, Einrichtungsleitung Seniorenzentrum, Park Su Ryon, Journalistin mit Schwerpunkt Gesundheits- und Sozialpolitik, Deog Gon Kim, Vizedirektor Gesundheitsministerium, Dorothea Röser, Ass. der Geschäftsführung.

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Auf Vermittlung der Caritas im Bistum Essen hat eine Delegation aus dem südkoreanischen Gesundheitsministerium die Katholische Pflegehilfe Essen (KPH) besucht, um sich praxisnah über verschiedene Formen der Pflege in Deutschland zu informieren. Bei der fast achtstündigen Visite nahm die fünfköpfige Delegation Tages-, ambulante und stationäre Pflege in Augenschein.

Hyon-Joo Nam, Professorin für Sozialpolitik an der renommierten Universität Kyungwon, beschrieb in ihrem kleinen Begrüßungs-Statement die Aufgabe ihrer insgesamt einwöchigen Reise: »Der Überalterungsprozess in ganz Asien schreitet rasant voran. Wir in Südkorea haben dies schon vor einigen Jahren erkannt und deshalb 2008 eine Pflegeversicherung nach deutschem Vorbild aufgebaut! Wir sind jetzt in der Einführungsphase und möchten gerne von Ihnen lernen, schließlich haben Sie bald zwei Jahrzehnte Erfahrung mit dieser Versicherung.« Markus Kampling, Geschäftsführer der Kath. Pflegehilfe, die in Essen zu den wichtigsten Anbietern gehört, kam dem Wunsch gerne nach und führte die Delegation durch verschiedene Einrichtungen, um die unterschiedlichen Ansätze von Tagespflege, ambulanter und stationärer Pflege zu erklären.

Park Su Ryon, Reporterin bei JoongAng Ilbo, der zweitgrößten Tageszeitung in Südkorea, nahm sich gar die Zeit, eine Krankenschwester der KPH auf ihrer Tour zu pflegebedürftigen Menschen zu begleiten: »Der liebevolle Umgang mit den teils stark dementen Patienten hat mich beeindruckt«, gestand die Journalistin nach Abschluss der Hausbesuche.

In Südkorea gibt es anders als in Deutschland – keine privaten Anbieter: »Pflegedienste sind entweder staatlich oder entstammen der katholischen bzw. evangelischen Kirche oder buddhistischen Organisationen. Insgesamt genießen gerade die katholischen Einrichtungen in Südkorea einen immensen Vertrauensvorschuss.«

Neben der praktischen Arbeit mit den Patienten interessierte die Delegation insbesondere Fragen der Finanzierung und Abrechnung. Dabei wurde deutlich, dass im Gegensatz zu Deutschland die Zahlungen aus der Pflegeversicherung nicht unbedingt regelmäßig an die Träger der Einrichtungen fließen. »Das stellt uns manchmal vor einige Schwierigkeiten!«, bedauerte Prof. Nam. »Die umfangreiche Bürokratie, die mit der Abrechnung verbunden ist, ist dagegen in beiden Ländern gleich!« meinte Markus Kampling beim Informationsaustausch.

Prof. Hyon-Joo Nam von der Universität Kyungwon (m.) und Park Su Ryon, Journalistin mit Schwerpunkt Gesundheits- und Sozialpolitik (2. v.l.), verschaffen sich bei der Kath. Pflegehilfe Essen einen Überblick über das System der ambulante Pflege in Deutschland.

Ein Besuch im Seniorenzentrum St. Martin in Rüttenscheid machte die Gäste aus Asien auch mit der stationären Pflege vertraut. Inge Podschies, die seit zwei Jahren hier lebt, erzählt aus ihrem Alltag und freut sich über die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten, die in den Wohnbereichen angeboten werden.

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Für die stationäre Pflege im Seniorenzentrum St. Martin in Rüttenscheid fand die Delegation nach mehreren Gesprächen mit den Bewohnern ebenfalls viele lobende Worte: »Die Räumlichkeiten sind sehr schön und wir haben den Eindruck, dass sich die Menschen hier wohl fühlen«, konstatierte Deog Gon Kim aus dem Gesundheitsministerium.»

Wir freuen uns natürlich, wenn wir unsere Arbeit auch international vorstellen können«, resümierte Markus Kampling am Ende der Gespräche. »Das zeugt davon, dass wir einen guten Ruf haben und unsere Erfahrung geschätzt wird.« Die KPH ist mit 1500 Patienten, 300 Mitarbeitern und 22 Ortsgruppen einer der wichtigsten Anbieter von Pflegeleistungen in der Ruhrmetropole.

»Jugendliche Frische« im Seniorenzentrum

Ehrenamtliches Engagement von Schülern findet Anklang

Über die fehlende Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu betätigen, wird vielerorts geklagt – und gerade wenn in diesem Zusammenhang die Rede auf Jugendliche kommt, wird das Wehgeschrei noch lauter. Dass es auch anders geht, zeigt die Essener Ehrenamt Agentur, mit der Seniorenzentrum St. Martin schon seit einiger Zeit kooperiert.

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So trafen sich Mitte November ein gutes Dutzend Mädchen und Jungen im Alter zwischen 15 und 17 in Rüttenscheid, um sich im Rahmen des Projekts »17/70« mit dem Thema Seniorenarbeit zu beschäftigen. Sie alle planen, sich in den nächsten Wochen 60 Stunden ehrenamtlich zu engagieren. Neben dem Seniorenzentrum haben sie auch drei andere Einrichtungen kennen gelernt und werden sich nun entscheiden, wo sie sich einsetzen wollen.

Nach einer eher theoretischen Einführung machte eine der vier Gruppen beim Kegeln mit, die drei anderen gingen in die Wohnbereiche und spielten dort mit den Seniorinnen und Senioren „Mensch ärgere Dich nicht“ oder Memory. Einige nutzten auch das schöne Wetter, um mit den Bewohnern draußen einen kleinen Spaziergang zu machen.

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Angelika Brinkmann, Leiterin des Sozialen Dienstes im Seniorenzentrum, freut sich über das Engagement der Jugendlichen: »Für unsere Bewohner ist der Besuch der jungen Menschen eine willkommene Abwechslung. Und vielleicht werden ja einige wiederkommen, um hier für längere Zeit einen freiwilligen Dienst zu tun.« Gerne erinnert sie sich an das Projekt aus dem letzten Jahr: »Ein Mädchen hat sich bei uns weit über die 60 Stunden hinaus eingebracht und ist fast ein ganzes Jahr in die Wohnbereiche gegangen, hat den Senioren vorgelesen und Spaziergänge mit ihnen gemacht. Es wäre schön, wenn wir jetzt wieder junge Menschen für uns begeistern konnten!«

Katholische Pflegehilfe Essen unterstützt Hilfe zur Selbsthilfe auf dem Balkan

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Zwei Dienstfahrzeuge der Katholischen Pflegehilfe Essen (KPH) werden zukünftig in der Pfarrei Dervisi bei Banja Luka in Bosnien-Herzegowina im Einsatz sein: Dort werden sie dringend gebraucht, um die Auslieferung von warmen Mittagessen zu gewährleisten und die häusliche Pflege alter Menschen sicherzustellen. Aus den Händen von Weihbischof Franz Vorrath, Bischofsvikar für die Caritas im Bistum Essen, erhielt Monsignore Prof. Dr. Karlo Visaticki die Schlüssel für das wertvolle Geschenk. KPH-Geschäftsführer Markus Kampling freut sich über den Auftakt einer längerfristigen Partnerschaft zwischen den beiden katholischen Einrichtungen: So werden im nächsten Frühjahr Essener Fachkräfte nach Banja Luka reisen, um dort ehrenamtliche Mitarbeiter der Gemeinde in der Pflege zu schulen.

Karlo Visaticki oder kurz „Don Karlo“, wie der Pfarrer gemäß der bosnischen Tradition genannt wird, ist der Initiator der Caritasarbeit in der kleinen Gemeinde nahe der sog. Hauptstadt der serbischen Republik in Bosnien. Nach dem Bosnien-Krieg begann er damit, den Vertriebenen und zurück gekehrten katholischen Christen seiner Gemeinde dabei zu helfen, ihr Leben wieder bewältigen zu können: Mit einer Suppenküche, mit vielen Hilfen für Kinder und Jugendliche, mit konkreter Unterstützung für alte, allein stehende Menschen – und dies über die eigene Gemeinde hinaus.

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Für die Suppenküche und die häusliche Pflege brauchte er nun neue Autos, nicht unbedingt fabrikneu, aber jünger als die bisherigen Fahrzeuge, die „nur Dank Gottes Hilfe noch laufen“, wie er einmal meinte. Da helfen manchmal Beziehungen, Bekanntschaften, die aktiviert werden können. Das ist in diesem Fall gelungen: Rudi Löffelsend, der frühere Auslandsreferent der Caritas im Bistum Essen und Experte für den gesamten Balkan-Raum, sprach KPH-Geschäftsführer Markus Kampling an, der sich freute, hier helfen zu können. Er war im Sommer selbst in Banja Luka und hat sich ein Bild von der dortigen Lage gemacht.

Die Schlüsselübergabe wurde übrigens ebenfalls dazu genutzt, den Erlös eines Benefiz-Konzertes der Gruppe AVRAM zu überreichen, das am 8. November im Essener Dom stattgefunden hat. Mit 4000 € aus Eintrittsgeldern und Spenden „unterstützen wir die segensreiche und wichtige Arbeit von Don Karlo gerne“ sagte Pastor Willi Overbeck, Initiator des eindrucksvollen Konzertes.

Neuer Imagefilm entsteht: „Kamera läuft – und ab“

Der Therapieraum in der dritten Etage des Seniorenstifts St. Martin ist in gleißendes Licht getaucht: Tonmeister und Kameramann wuseln hin und her, Regisseur André Massoli gibt letzte Anweisungen, dann läuft die Kamera. Margo Wloka von der Pflegedienstleitung unseres Unternehmens zeigt, wie man einen Patienten richtig lagert. Sechs Kamparsen sitzen um das Bett herum, schauen zu und stellen Fragen.

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»Dieser Teil unseres neuen Image-Films erläutert, wie wir Krankenpflegekurse machen«, erklärt Margo Wloka Wieder und wieder muss sie die Lagerungsdecke unter der Matratze hetvorholen und erneut einbauen, denn der Regisseur möchte Bilder des Vorgangs von allen Seiten haben. Dann ist es soweit – eine der Komparsinnen macht die Lagerung nach – und sie macht es gut!

Regisseur Massoli ist zufrieden – die Scheinwerfer werden umgebaut, eine neue Szene wird vorbereitet.

Geschäftsführer Markus Kampling freut sich auf den Film, der erstmalig im November präsentiert werden soll: »Mit diesem Film wollen wir die ganze Bandbreite unseres Unternehmens zeigen und dokumentieren, in welchen Bereichen wir tätig sind. Außerdem zeigen wir, wie gut wir mit anderen Einrichtungen vernetzt sind. Das ist eine gute Ergänzung zu den beiden Filmen, die bereits fertig sind. Darin stellen wir zum einen das Seniorenzenrtum St. Martin vor und zum anderen den Bereich der ambulanten Pflege. Eingesetzt werden soll der Film zum Beispiel bei Vorträgen, aber auch bei Pfarrfesten kann er auf einem LapTop oder Fernseher gezeigt werden. Deshalb erhalten alle Gruppen Exemplare des Films auf DVD.

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»Letztlich ist es natürlich auch ein Ziel, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen!« gesteht Kampling freimütig. »Denn gerade in der ambulanten Pflege haben wir – aufgrund unserer hervorragenden Arbeit – einen so großen Zulauf, dass wir ihn ohne neue Kräfte kaum noch bewältigen können.«

In der Zwischenzeit ist die Kamera fertig für die nächste Szene: In rund zehn verschiedenen Sprachen laden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interessierte Menschen ein, unsere Firma kennen zu lernen: »Willkommen in unserem Unternehmen.« Dann ist auch diese Szene »im Kasten«. Margo Wloka ist erleichtert und gesteht: » Ich bin doch lieber Pflegedienstleitung als Schauspielerin!« Aber gut gemacht hat sie ihre Sache auf jeden Fall!

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Fälscherwerkstatt in Rüttenscheid?

Seniorenzentrum St. Martin eröffnet Ausstellung nachgemachter klassischer Werke

Beim flüchtigen Durchsehen staunt man, dass eine katholische Alteneinrichtung solche „Schätze“ sein eigen nennt. Bilder aus den großen Epochen des Impressionismus mit den Malern Vincent van Gogh, Claude Monet, Paul Gauguin und Paul Cezanne; Der Expressionismus vertreten mit Bildern von Franz Marc, Henri De Toulouse Lautrec; aus der Epoche des Kubismus Pablo Picasso, Marc Chagall, Alexej von Jawlensky; die Rennaissance mit Leonardo da Vinci, der Fauvismus mit Raoul Dufy, Lovis Corinth. Kann nicht sein, denkt man sich. Was ist passiert?

Es werden Bilder gezeigt, die von den Bewohnern selbst gemalt wurden: 2007 wurde im Seniorenzentrum eine „Malgruppe“ ins Leben gerufen, die sich auf eine Reise durch die verschiedenen Kunstepochen begeben hat, bekannte Werke nachgemalt und neu interpretiert hat.

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Anke Bee leitet die Malgruppe des Seniorenzentrums St. Martin in Essen-Rüttenscheid seit vier Jahren ehrenamtlich. Sie ist selbst behindert, sitzt im Rollstuhl. Und die über einhundert Besucher der Ausstellungseröffnung am Freitag, 21. Oktober waren beeindruckt von dem, was sie sahen. Und die Künstler erklärten begeistert ihre Werke.

Markus Kampling, Geschäftsführer des Seniorenzentrums St. Martin, danke der Leiterin der Malgruppe und den Teilnehmern, allesamt Bewohner dieser erst vier Jahre alten Einrichtung. Sie bekamen Blumen überreicht. Mit dem symbolischen Durchschneiden des roten Bandes wurde die Ausstellung eröffnet. Danach gab es Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein und vielen Gesprächen.

Die „Fälscherwerkstatt“ kann besichtigt werden von 9.00 – 16.00 Uhr täglich im Seniorenzentrum St. Martin, Rüttenscheider Str. 277 in Essen. Die „Originalfälschungen“ können käuflich erworben werden zum Preis von 25.00 Euro.

Künstlerische Senioren machen Reise durch die Kunstepochen

Spannende Ausstellung in St. Martin feierlich eröffnet

Strahlende Gesichter – frohe Stimmung – und ganz viel Kunst: Das alles bekamen die rund 80 Besucher geboten, die zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Reise durch die Kunstepochen“ im Seniorenzentrum St. Martin gekommen waren. Und der Name der Ausstellung ist Programm, wie Anke Bee, die ehrenamtliche Leiterin der Malgruppe, in ihrem kleinen Festvortrag erklärte.

Ausstellungseröffnung im Seniorenzentrum St. Martin: (v.l.) Dietmar Klaus, Elisabeth Kühner, Helmut Diesing; (2.Reihe v.l.:) Geschäftsführer Markus Kampling, Clemens Harms, Inge Podschies und die ehrenamtliche Leiterin Anke Bee

Ausstellungseröffnung im Seniorenzentrum St. Martin: (v.l.) Dietmar Klaus, Elisabeth Kühner, Helmut Diesing;
(2.Reihe v.l.:) Geschäftsführer Markus Kampling,
Clemens Harms, Inge Podschies und die
ehrenamtliche Leiterin Anke Bee

In den vergangenen Monaten haben sich fünf künstlerisch veranlagte Seniorinnen und Senioren mit Impressionismus, Expressionismus, aber auch Fauvismus und Kubismus beschäftigt und die Werke großer Maler (Chagall, van Gogh, da Vinci und viele andere) nachgemalt. „Dabei geht es allerdings nicht um ein reines Kopieren, sondern um die eigene Auseinandersetzung mit einem durch den Künstler vorgegebenen Thema!“, sagte Anke Bee, die seit vier Jahren jeweils donnerstags in das Seniorenzentrum kommt, um mit interessierten Menschen künstlerisch zu arbeiten. Die gelernte Schaufenster- und Werbegestalterin will den Seniorinnen und Senioren viel Raum für die eigene Interpretation lassen: „Manchmal gebe ich ein Thema vor, an dem alle gemeinsam arbeiten, dann wieder lasse ich jedem einzelnen völlig freie Hand – das wollen die Menschen auch so!“ Und so sind sehr spannende und facettenreiche Bilder z.B. der Mona Lisa oder der Liebespaare von Chagall entstanden.

Mit einem Blumenstrauß bedankt sich die Einrichtungsleiterin Ute Bressler bei Anke Bee, die den Malkurs im Seniorenzentrum St. Martin seit vier Jahren ehrenamtlich leitet.

Mit einem Blumenstrauß bedankt sich die
Einrichtungsleiterin Ute Bressler bei
Anke Bee, die den Malkurs im Seniorenzentrum
St. Martin seit vier Jahren ehrenamtlich leitet.

Derzeit aktiv in der Gruppe sind Dietmar Klaus, Inge Podschies, Helmut Diesing, Clemens Harms und Elisabeth Kühner, die alle aus den Händen der Einrichtungsleiterin Ute Bressler einen Blumenstrauß als Dankeschön für die Kunstwerke erhielten, die nun Bewohner, Angehörige und Besucher gleichermaßen erfreuen.

Ganz besonders bedankte sich Geschäftsführer Markus Kampling aber bei Anke Bee, ohne deren ehrenamtliches Engagement diese und die beiden Vorgängerausstellungen wohl nicht hätten stattfinden können.

Anke Bee leitet die Malgruppe des Seniorenzentrums St. Martin in Essen-Rüttenscheid seit vier Jahren ehrenamtlich

Anke Bee leitet die Malgruppe des
Seniorenzentrums St. Martin in
Essen-Rüttenscheid seit vier Jahren
ehrenamtlich

Alle Bilder sind übrigens für 25 Euro (ohne Rahmen) erhältlich, alle Einnahmen fließen direkt wieder der Malgruppe zu. Postkarten der Bilder werden für 1,50 € angeboten und können am Empfang erstanden werden.

Erster Auftritt in der Öffentlichkeit – Neue Gruppe startet in Hattingen

Verkaufsoffener Feiertag in Hattingen, Kaiserwetter in der Fußgängerzone – und mittendrin: die Katholische Pflegehilfe. Die hatte nämlich am 3. Oktober ihren Premierenauftritt in der Hattinger Altstadt. »Wir haben unser Büro zwar bereits am 15. Juli eröffnet, aber jetzt gehen wir erstmals richtig in die Öffentlichkeit!«, berichtet Pflegedienstleiterin Kerstin Schlenkermann, die bei strahlendem Sonnenschein Gespräche führt und Give-aways verteilt.

Die Beratungsgespräche finden auf der Empore des liebevoll eingerichteten Büros statt.

Die Beratungsgespräche finden auf der
Empore des liebevoll eingerichteten
Büros statt.

Dienstags zwischen 10 und 12 Uhr sowie Donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr können sich nun interessierte Menschen zu allen Themen rund um den Pflegebereich beraten lassen: »Wir erklären, wie eine Pflegestufe beantragt wird, beraten, welche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung bestehen, oder erklären, welche Dienste wir im ambulanten Bereich anbieten!« erklärt Christina Geifes, stellv. Leiterin der Hattinger Gruppe.

Und das Angebot wird gut angenommen: Acht Patienten werden derzeit versorgt und auch beim verkaufsoffenen Feiertag lassen sich viele Passanten die Dienste unseres Unternehmen erklären. Nicht unwichtig für den Erfolg der Gruppe ist sicherlich der Standort: Mitten in der Altstadt – in einem denkmalgeschützen Haus aus dem 17. Jahrhundert. »Das Büro haben wir zusammen mit den Maltesern angemietet «, berichtet Kerstin Schlenkermann.

Antje Steinbrink, Christina Geifes und Pflegedienstleiterin Kerstin Schlenkermann vor dem Büro in der Hattinger Altstadt. Bilder: Hubert Röser

Antje Steinbrink, Christina Geifes
und Pflegedienstleiterin Kerstin
Schlenkermann vor dem Büro
in der Hattinger Altstadt.
Bilder: Hubert Röser

Die haben ihrerseits einen Charity-Shop in den schönen Räumlichkeiten eingerichtet und informieren z. B. über ihren Hausnotruf und »Essen auf Rädern«. »Wir ergänzen uns mit unseren Angeboten hervorragend!« freut sich Volker Geise, stellv. Kreisbeauftragter der Malteser. Das sieht Christina Geifes genauso: »Die Zusammenarbeit macht Spaß und jeder profitiert vom anderen.« Sicherlich nicht unwichtig für den Erfolg ist auch die Tatsache, dass das Gebäude in den »Altstadtrundgang« eingebunden ist, der von der Stadt Hattingen angeboten wird. »So werden viele Spaziergänger auf unser Büro und unser Angebot aufmerksam«, berichtet Geifes. Sie freut sich auf die Pionierarbeit in der 1396 gegründeten Ruhrgebietsstadt. »Derzeit suchen wir noch eine Reihe von neuen Kolleginnen und Kollegen, damit wir hier richtig Fuß fassen und unsere Dienste flächendeckend anbieten können!«

Das einladende Präsentation beim verkaufsoffenen Feiertag und die am 8. Oktober stattfindende »Seniorenmesse«, bei dem sich die Hattinger Gruppe ebenfalls mit einem Stand vorstellt, wird sicher dazu beitragen, dass dieser Wunsch Wirklichkeit wird.

Die ersten „BuFDis“ und „FSJler“ bei der Katholischen Pflegehilfe in Essen

Vier auf einen Streich

Essen (cde) Heute (01.09.2011) ist ihr erster Tag bei der Katholischen Pflegehilfe Essen. Janine Winkels, Brigitte Kuisle und Frank Thomas gehören zur ersten Generation der Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst, umgangssprachlich „BuFDis“ genannt. Thomas (45) hat als „Alltagsbegleiter“ bereits Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen gesammelt. Er hat die entsprechende Zusatzausbildung absolviert, nach § 87 b wie es im Amtsdeutsch heißt. Nach einem einjährigen Einsatz im Altenheim hat er sich für den neuen Bundesfreiwilligendienst gemeldet. Sein Einsatz bei der Katholischen Pflegehilfe wird ein Jahr dauern; er hat eine volle Stelle.
Chantal Waldeit (18 Jahre) ist frisch gebackene FSJlerin. Sie ist die vierte Freiwillige bei der Katholischen Pflegehilfe. Bis zum 1. Oktober werden drei weitere Freiwillige ihren Dienst aufnehmen. Die Realschülerin hatte 2010 zunächst versucht, das Abi nachzuholen. Dann hat sie sich aber für das Freiwillige Soziale Jahr entschieden. Sie erhofft sich davon eine Orientierung für ihren weiteren beruflichen Weg. Ein bisschen Erfahrung kann sie auch mitbringen; sie unterstützt ihre Mutter bei der Pflege ihrer Oma.

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Frank Tomas fasziniert immer wieder, welche Erfahrung und Weisheit ältere Menschen mitbringen und vermitteln können. „Es lohnt sich, hier Zeit zu investieren, weil da einfach noch ganz viel geht.“ Ein „Geben“ und „Nehmen“ von dem letztendlich beide Seiten profitieren, nicht zuletzt auch der Arbeitgeber. „Wir können feststellen, ob jemand zu uns ins Team passt. Für die Freiwilligen ist es eine gute Möglichkeit herauszufinden, ob ihnen der Job in der Pflege oder im sozialen Dienst liegt.“ so Markus Kampling, der Geschäftsführer der Katholischen Pflegehilfe, „spätere Einstellung nicht ausgeschlossen.“

Interessierte können sich melden beim
Caritasverband für das Bistum Essen
Karl Buron, Tel. 0201 / 81028 – 158, Email: karl.buron@caritas-essen.de

Oder beim Bischöflichen Jugendamt im Bistum Essen
Birgitta Kelbch, Tel. 0201 / 2204-513, Email: birgitta.kelbch@bistum-essen.de