„Grüner Haken“ für das Seniorenzentrum St. Martin

Lebensqualität und Verbraucherfreundlichkeit

gruener-hakenDas Seniorenzentrum St. Martin in Rüttenscheid hat Mitte August erstmalig den „Grünen Haken“ als Auszeichnung für gelebte Verbraucherfreundlichkeit erhalten. Das bis August 2014 gültige Prädikat, das von der gemeinnützigen Heimverzeichnis GmbH verliehen wird, attestiert der Rüttenscheider Senioreneinrichtung eine ausgewiesen gute Verbraucherfreundlichkeit, die für die Bewohnenden mit einer hohen Lebensqualität einhergeht. Gesellschafter der Heimverzeichnis gGmbH ist die BIVA, ein unabhängiger Selbsthilfeverband, der sich bundesweit für die Rechte der Bewohner in stationären Wohn- und Pflegeeinrichtungen engagiert.

Ute Bressler, Einrichtungsleitung in St. Martin, ist stolz auf die Auszeichnung: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Bemühungen um eine selbstbestimmte Lebensführung unserer Bewohner in dieser Weise gewürdigt werden!“ Geschäftsführer Markus Kampling ergänzt: „Urkunde und Außenschild, mit denen die Auszeichnung dokumentiert wird, erhalten selbstverständlich Ehrenplätze im Gebäude!“

Die genauen Ergebnisse der Begutachtung, in der mit insgesamt 121 Fragen unter anderem Ästhetik und Lebensfreude, Autonomie in finanziellen Angelegenheiten und die allgemeine Selbstständigkeit untersucht wurden, sind im Internet unter www.heimverzeichnis.de veröffentlicht. Für Angehörige, die einen Platz für pflegebedürftige Personen suchen, ist diese Datenbank eine hilfreiche erste Informationsquelle.

Für weitere Informationen steht Ihnen Einrichtungsleitung Ute Bressler unter 0201/185750 oder u.bressler@sz-st-martin.de gern zur Verfügung.

Katholische Pflegehilfe Essen übernimmt die Ambulanten Dienste Schwelm

Bewährtes Konzept weiterentwickeln!

Die Katholische Pflegehilfe Essen (KPH), einer der größten Pflege-Anbieter in der Ruhrmetropole, hat im April die Ambulanten Dienste Schwelm übernommen. Nach Hattingen ist das nun der zweite Standort des Unternehmens außerhalb der Essener Stadtgrenze.

Markus Kampling, KPH-Geschäftsführer, freut sich auf die neue Aufgaben in Schwelm: »Als wir davon hörten, dass das Unternehmen zum Verkauf steht, da die bisherigen Inhaber beruflich etwas kürzer treten wollen, haben wir sofort Interesse signalisiert. Schließlich sind die Ambulanten Dienste Schwelm ein exzellent geführter Anbieter auf dem Pflegemarkt!« Die acht Mitarbeitenden und zwei Auszubildenden werden von der KPH übernommen. »Schon bei den ersten Begegnungen durften wir feststellen, dass wir uns gegenseitig unterstützen und stärken können – ich freue mich auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit«, erklärt Kampling, der das in Essen erfolgreiche Konzept der gemeindenahen Versorgen auch in Schwelm umsetzen möchte. »Dazu habe ich in den letzten Tagen viel versprechende Gespräche mit Kreisdechant Heinz Janousek geführt, der die Probstgemeinde St. Marien in Schwelm leitet.«

Die enge Kooperation mit den örtlichen Kirchengemeinden ermöglicht dem Unternehmen, das in Essen über 27 Ortsgruppen verfügt, die Patienten auf sehr kurzen Wegen zu versorgen. »Lange Anfahrten fallen bei uns nicht an, sodass wir uns mehr Zeit für unsere Patienten nehmen können«, erklärt Kampling sein Erfolgskonzept, mit dem in Essen mehr als 300 Mitarbeitende rund 1000 Patienten betreuen. »Ich bin sicher, dass wir auch in Schwelm mit unserer am christlichen Menschenbild ausgerichteten Arbeit großen Erfolg haben werden.«

Das sieht Probst Janousek ähnlich: »Ich habe den Eindruck, dass wir mit der Katholischen Pflegehilfe Essen ein guten und verlässlichen Partner haben, der die Menschen in unserer Stadt optimal versorgen wird. Auch ich freue mich auf die Kooperation!«

Katholische Pflegehilfe Essen reagiert auf Merkel-Interview

„Das Lob der Kanzlerin tut gut, aber wir brauchen echte Veränderungen!“

Die Katholische Pflegehilfe Essen (KPH) – mit 1700 Patienten und Bewohnern sowie 520 Mitarbeitenden einer der wichtigsten Anbieter von Pflegeleistungen in Essen – hat mit Genugtuung auf die Interviewäußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Boulevardzeitung reagiert. Die wichtigste deutsche Politikerin wird dort mit den Worten zitiert: „Es gibt so viele Menschen, die härtere Belastungen als ich tragen, z.B. Altenpflegerinnen.“ (Bild, 16. März 2013)

markus-kamplingKPH-Geschäftsführer Markus Kampling: „Wir sind stolz, dass die Kanzlerin ihrer Wertschätzung unserer Arbeit mit diesen Worten Ausdruck verliehen hat. Die Äußerung spornt uns zugleich an, in unserem Engagement für alte und kranke Menschen nicht nachzulassen!“ Allerdings übte Kampling auch Kritik: „Schöne Worte allein helfen uns aber nicht weiter: Was wir brauchen, sind veränderte Rahmenbedingen, so dass wir unsere Arbeit weiterhin gut erledigen können.“ Dazu gehören nach seiner Ansicht insbesondere die ausreichenden finanziellen Mittel für die Leistungserbringer, damit menschenwürdige Pflege möglich bleibt.

„Wir erleben derzeit, wie die Pflegekassen einen erheblichen Kostendruck aufbauen und uns mit immer mehr bürokratischen Hürden in die Pflicht nehmen. Da bleibt schon mal das persönliche Gespräch mit den alten Menschen auf der Strecke.“ Und dies sei ja gerade für jene Patienten so wichtig, die außer den täglichen Besuchen der Pflegekräfte kaum noch Ansprechpartner haben. „Oftmals sind unsere Mitarbeiter ja die einzigen echten Sozialkontakte, mit denen diese Menschen reden können.“

Doch der Druck der Kassen, immer mehr Leistung in immer weniger Zeit zu verlangen, enge die Spielräume der Pflegekräfte weiter ein. „Ich würde mich freuen, wenn Angela Merkel das Thema Pflege zur ‚Chef-Sache’ macht – es wird ohnehin eines der wichtigsten innenpolitischen Themen der nächsten Jahre sein!“ Kampling spielt damit auf die demographische Entwicklung an, die voraussagt, dass sich zum Beispiel die Zahl der Pflegedürftigen in NRW bis zum Jahr 2050 von derzeit 500.000 auf 930.000 verdoppeln werde. „An der Lösung dieses Problems muss dringend gearbeitet werden, wenn es uns nicht in wenigen Jahren überrollen soll!“

„O’zapft is!“ – Oktoberfest im Seniorenzentrum Sankt Martin

Was für eine Gaudi! Erstmalig feierten die Bewohner des Seniorenzentrums Sankt Martin in Essen-Rüttenscheid ein Oktoberfest. Zünftig ging’s her: Bei bayrischen Spezialitäten und einem leckeren Bierchen kamen die Seniorinnen und Senioren richtig in Stimmung.

Dazu trug besonders das Düsseldorfer Musik-Duo Tina und Charly Fehlberg bei, die mit Wies’n-Hits und Volksliedern das Publikum bestens unterhielten. Sogar das ein oder andere Tanzbein wurde geschwungen und eine Polonäse ging durch den Saal, bei der sich viele Bewohner einreihten.

„Das muss es nächstes Jahr wieder geben!“, war der einhellige Tenor aller Beteiligten.

Pflegedienste feiern zusammen Erntedank

Die ambulanten Dienste der Katholischen Pflegehilfe Essen und der Caritas Pflegedienste Ruhr haben in diesem Jahr erstmalig ihre Patienten zu einem gemeinsamen Erntedank-Fest eingeladen. Nach dem Gottesdienst in den Räumlichkeiten der Franziska-Christine-Stiftung in Steele feierten rund 120 Senioren bei Kaffee und Kuchen gemeinsam ein schönes Fest.

Geschäftsführer Markus Kampling erläutert: „Die Idee dazu ist Ende letzten Jahres entstanden, als Vertreter der beiden großen katholischen Pflegedienste sich die Frage gestellt haben, wie wir uns ergänzen und was wir voneinander lernen können. Ich hoffe, dass diesem schönen Fest noch viele weitere folgen werden!“

Ungarische Melodien im Seniorenzentrum St. Martin

Das Rüttenscheider Seniorenzentrum St. Martin ist am 2. Mai Schauplatz eines ungewöhnlichen Konzerts, das in Kooperation mit dem Europäischen Klassik Festival für die Bewohner und deren Angehörigen veranstaltet wird. Es ist Teil der diesjährigen Initiative des Festivals, klassische Musik zu den Menschen zu bringen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes oder aufgrund einer Behinderung selbst keine Konzerte außer Haus mehr besuchen können. »Wir veranstalten diese Konzerte seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010, weil wir Kultur vor Ort anbieten wollen, weil wir wollen, dass alle teilhaben können. Die große Freude, die wir den Menschen in den beiden vergangenen Jahren damit bereitet haben, hat uns und unsere Sponsoren angespornt, auch in diesem Jahr eine solche Konzertreihe zu veranstalten“, erläutert Hubert Schulte-Kemper, Gründer des Festivals.

Das Besondere: Das Konzert, das um 10:30 Uhr beginnt, ist für die Einrichtung völlig kostenlos und wird ausschließlich von Sponsoren finanziert, die die Festival-Macher gleich mitgebracht haben. Insgesamt gibt es zehn Konzerte dieser Art in Einrichtungen im Ruhrgebiet und Münsterland. »Wir sind froh, mit diesem Auftritt unseren Bewohnern und deren Angehörigen ein ganz besonders Ereignis anbieten zu können.«, freut sich Einrichtungsleitung Ute Bressler. Auch Geschäftsführer Markus Kampling zeigt sich vom Engagement der Musiker beeindruckt: »Es ist ja keine Selbstverständlichkeit, wenn die Musiker – abseits der großen Bühnen – auch Konzerte für Menschen geben, die ansonsten kaum Chancen hätten, die Musik live zu erleben!«

Das »Pizzicato Quartett« aus Pecs, 2010 ebenso Europäische Kulturhauptstadt wie Essen, erfreut die Bewohner des Rüttenscheider Seniorenzentrums St. Martin mit »Ungarischen Melodien«.Spielen wird bei den Konzerten das »Pizzicato Quartett«, das sich aus Musikern des Sinfonieorchesters Pecs zusammensetzt. Die Besonderheit der Gruppe besteht darin, dass das Cello durch eine Bassgeige ersetzt wurde. In ihrem breiten Repertoire sind sowohl barocke Werke (z.B. Bach und Pachelbel), klassische (z.B. Mozart) als auch Stücke aus dem 20. Jahrhundert (z.B. Ferenc Farkas, Mihály Szász) zu finden. Die Mitglieder des Quartetts sind Erzsébet Kovács und Csaba Löczi an der Violine, György Kemény an der Bratsche sowie Zsuzsanna Kemény-Nagy an der Bassageige.

Das mit »Ungarische Melodien« betitelte Programm des Konzerts in St. Martin hält folgende Stücke bereit: Johann Strauß (Sohn) »Pizzicato Polka, op. 234«, János Csermák »Dobbantós (Ungarischer Tanz)«, Ferenc Farkas »6 Ungarische Tänze aus dem XVII. Jahrhundert«, Johann Sebastian Bach »2. Brandenburgisches Konzert, BWV 1047 (1. Satz)«, Johann Sebastian Bach »Sinfonia aus der Kantate ›Ich liebe den Hoechsten von ganzem Gemuete‹, BWV 174«, Anonymus (1788) »Contredanse Hongroise«, Peter Tschajkowski »Chanson Triste«, Leroy Anderson »Plink, plank, plunk«, Scott Joplin »The Entertainer«, Johannes Brahms »Ungarischer Tanz Nr. 5«.

Seniorenzentrum St. Martin sucht funktionierende Spielzeug-Eisenbahnen

Dass das Spielen mit der Eisenbahn nicht nur Kindern Spaß macht, hat sich längst herumgesprochen. Im Rüttenscheider Seniorenzentrum St. Martin wird deshalb im April ein Projekt gestartet, an dem sich alle Bewohner beteiligen können: »Wir möchten gerne mit viel Kreativität und technischem Know how eine wunderschöne Anlage aufbauen, die zum gemeinsamen Spielen einlädt«, sagt Einrichtungsleiterin Ute Bressler.

Eine große Platte und eine Lok sind schon vorhanden, allerdings fehlen derzeit noch weitere Züge, Anhänger, Schienen und das entsprechende Zubehör, die die Anlage erst richtig interessant machen. »Viele Essener haben sicher noch Eisenbahnen im Keller, die dort einfach verstauben. Und das ist doch einfach zu schade! Wir nehmen das Material gerne entgegen, bei uns findet es eine sinnvolle Verwendung«, sagte Bressler.

»Jeder Spender erhält zum Abschluss des Projekts ein Foto der gesamten Anlage, die gebaut worden ist. Und wer möchte, darf auch gerne mal vorbeikommen und sich seine Sachen in Natura ansehen!« Gesucht werden Züge und Schienen der Marke Märklin H 0. Abgegeben werden kann das Material direkt am Empfang des Seniorenzentrums (Rüttenscheider Str. 277).

Ute Bressler steht für Rückfragen und weitere Absprachen gerne zur Verfügung
(Tel.: 18575-0 oder u.bressler@sz-st-martin.de).

Asiatisches Lob für Katholische Pflegehilfe Essen

Südkoreanische Delegation informiert sich beim wichtigsten Essener Anbieter von Pflegeleistungen über die Situation in Deutschland.

Eine hochrangige Delegation aus dem südkoreanischen Gesundheitsministerium informierte sich bei der Katholischen Pflegehilfe Essen über die Pflegesituation in Deutschland. (V.r.n.l.: Ayhan Yilmaz, Stellv. Pflegedienstleitung, Markus Kampling, Geschäftsführer Kath. Pflegehilfe, Kim Lee, Gesundheitsministerium, Prof. Hyon-Joo Nam, Universität Kyungwon, Ute Bressler, Einrichtungsleitung Seniorenzentrum, Park Su Ryon, Journalistin mit Schwerpunkt Gesundheits- und Sozialpolitik, Deog Gon Kim, Vizedirektor Gesundheitsministerium, Dorothea Röser, Ass. der Geschäftsführung.

delegation

Auf Vermittlung der Caritas im Bistum Essen hat eine Delegation aus dem südkoreanischen Gesundheitsministerium die Katholische Pflegehilfe Essen (KPH) besucht, um sich praxisnah über verschiedene Formen der Pflege in Deutschland zu informieren. Bei der fast achtstündigen Visite nahm die fünfköpfige Delegation Tages-, ambulante und stationäre Pflege in Augenschein.

Hyon-Joo Nam, Professorin für Sozialpolitik an der renommierten Universität Kyungwon, beschrieb in ihrem kleinen Begrüßungs-Statement die Aufgabe ihrer insgesamt einwöchigen Reise: »Der Überalterungsprozess in ganz Asien schreitet rasant voran. Wir in Südkorea haben dies schon vor einigen Jahren erkannt und deshalb 2008 eine Pflegeversicherung nach deutschem Vorbild aufgebaut! Wir sind jetzt in der Einführungsphase und möchten gerne von Ihnen lernen, schließlich haben Sie bald zwei Jahrzehnte Erfahrung mit dieser Versicherung.« Markus Kampling, Geschäftsführer der Kath. Pflegehilfe, die in Essen zu den wichtigsten Anbietern gehört, kam dem Wunsch gerne nach und führte die Delegation durch verschiedene Einrichtungen, um die unterschiedlichen Ansätze von Tagespflege, ambulanter und stationärer Pflege zu erklären.

Park Su Ryon, Reporterin bei JoongAng Ilbo, der zweitgrößten Tageszeitung in Südkorea, nahm sich gar die Zeit, eine Krankenschwester der KPH auf ihrer Tour zu pflegebedürftigen Menschen zu begleiten: »Der liebevolle Umgang mit den teils stark dementen Patienten hat mich beeindruckt«, gestand die Journalistin nach Abschluss der Hausbesuche.

In Südkorea gibt es anders als in Deutschland – keine privaten Anbieter: »Pflegedienste sind entweder staatlich oder entstammen der katholischen bzw. evangelischen Kirche oder buddhistischen Organisationen. Insgesamt genießen gerade die katholischen Einrichtungen in Südkorea einen immensen Vertrauensvorschuss.«

Neben der praktischen Arbeit mit den Patienten interessierte die Delegation insbesondere Fragen der Finanzierung und Abrechnung. Dabei wurde deutlich, dass im Gegensatz zu Deutschland die Zahlungen aus der Pflegeversicherung nicht unbedingt regelmäßig an die Träger der Einrichtungen fließen. »Das stellt uns manchmal vor einige Schwierigkeiten!«, bedauerte Prof. Nam. »Die umfangreiche Bürokratie, die mit der Abrechnung verbunden ist, ist dagegen in beiden Ländern gleich!« meinte Markus Kampling beim Informationsaustausch.

Prof. Hyon-Joo Nam von der Universität Kyungwon (m.) und Park Su Ryon, Journalistin mit Schwerpunkt Gesundheits- und Sozialpolitik (2. v.l.), verschaffen sich bei der Kath. Pflegehilfe Essen einen Überblick über das System der ambulante Pflege in Deutschland.

Ein Besuch im Seniorenzentrum St. Martin in Rüttenscheid machte die Gäste aus Asien auch mit der stationären Pflege vertraut. Inge Podschies, die seit zwei Jahren hier lebt, erzählt aus ihrem Alltag und freut sich über die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten, die in den Wohnbereichen angeboten werden.

ambulant

Für die stationäre Pflege im Seniorenzentrum St. Martin in Rüttenscheid fand die Delegation nach mehreren Gesprächen mit den Bewohnern ebenfalls viele lobende Worte: »Die Räumlichkeiten sind sehr schön und wir haben den Eindruck, dass sich die Menschen hier wohl fühlen«, konstatierte Deog Gon Kim aus dem Gesundheitsministerium.»

Wir freuen uns natürlich, wenn wir unsere Arbeit auch international vorstellen können«, resümierte Markus Kampling am Ende der Gespräche. »Das zeugt davon, dass wir einen guten Ruf haben und unsere Erfahrung geschätzt wird.« Die KPH ist mit 1500 Patienten, 300 Mitarbeitern und 22 Ortsgruppen einer der wichtigsten Anbieter von Pflegeleistungen in der Ruhrmetropole.

»Jugendliche Frische« im Seniorenzentrum

Ehrenamtliches Engagement von Schülern findet Anklang

Über die fehlende Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu betätigen, wird vielerorts geklagt – und gerade wenn in diesem Zusammenhang die Rede auf Jugendliche kommt, wird das Wehgeschrei noch lauter. Dass es auch anders geht, zeigt die Essener Ehrenamt Agentur, mit der Seniorenzentrum St. Martin schon seit einiger Zeit kooperiert.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

So trafen sich Mitte November ein gutes Dutzend Mädchen und Jungen im Alter zwischen 15 und 17 in Rüttenscheid, um sich im Rahmen des Projekts »17/70« mit dem Thema Seniorenarbeit zu beschäftigen. Sie alle planen, sich in den nächsten Wochen 60 Stunden ehrenamtlich zu engagieren. Neben dem Seniorenzentrum haben sie auch drei andere Einrichtungen kennen gelernt und werden sich nun entscheiden, wo sie sich einsetzen wollen.

Nach einer eher theoretischen Einführung machte eine der vier Gruppen beim Kegeln mit, die drei anderen gingen in die Wohnbereiche und spielten dort mit den Seniorinnen und Senioren „Mensch ärgere Dich nicht“ oder Memory. Einige nutzten auch das schöne Wetter, um mit den Bewohnern draußen einen kleinen Spaziergang zu machen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Angelika Brinkmann, Leiterin des Sozialen Dienstes im Seniorenzentrum, freut sich über das Engagement der Jugendlichen: »Für unsere Bewohner ist der Besuch der jungen Menschen eine willkommene Abwechslung. Und vielleicht werden ja einige wiederkommen, um hier für längere Zeit einen freiwilligen Dienst zu tun.« Gerne erinnert sie sich an das Projekt aus dem letzten Jahr: »Ein Mädchen hat sich bei uns weit über die 60 Stunden hinaus eingebracht und ist fast ein ganzes Jahr in die Wohnbereiche gegangen, hat den Senioren vorgelesen und Spaziergänge mit ihnen gemacht. Es wäre schön, wenn wir jetzt wieder junge Menschen für uns begeistern konnten!«

Katholische Pflegehilfe Essen unterstützt Hilfe zur Selbsthilfe auf dem Balkan

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Zwei Dienstfahrzeuge der Katholischen Pflegehilfe Essen (KPH) werden zukünftig in der Pfarrei Dervisi bei Banja Luka in Bosnien-Herzegowina im Einsatz sein: Dort werden sie dringend gebraucht, um die Auslieferung von warmen Mittagessen zu gewährleisten und die häusliche Pflege alter Menschen sicherzustellen. Aus den Händen von Weihbischof Franz Vorrath, Bischofsvikar für die Caritas im Bistum Essen, erhielt Monsignore Prof. Dr. Karlo Visaticki die Schlüssel für das wertvolle Geschenk. KPH-Geschäftsführer Markus Kampling freut sich über den Auftakt einer längerfristigen Partnerschaft zwischen den beiden katholischen Einrichtungen: So werden im nächsten Frühjahr Essener Fachkräfte nach Banja Luka reisen, um dort ehrenamtliche Mitarbeiter der Gemeinde in der Pflege zu schulen.

Karlo Visaticki oder kurz „Don Karlo“, wie der Pfarrer gemäß der bosnischen Tradition genannt wird, ist der Initiator der Caritasarbeit in der kleinen Gemeinde nahe der sog. Hauptstadt der serbischen Republik in Bosnien. Nach dem Bosnien-Krieg begann er damit, den Vertriebenen und zurück gekehrten katholischen Christen seiner Gemeinde dabei zu helfen, ihr Leben wieder bewältigen zu können: Mit einer Suppenküche, mit vielen Hilfen für Kinder und Jugendliche, mit konkreter Unterstützung für alte, allein stehende Menschen – und dies über die eigene Gemeinde hinaus.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Für die Suppenküche und die häusliche Pflege brauchte er nun neue Autos, nicht unbedingt fabrikneu, aber jünger als die bisherigen Fahrzeuge, die „nur Dank Gottes Hilfe noch laufen“, wie er einmal meinte. Da helfen manchmal Beziehungen, Bekanntschaften, die aktiviert werden können. Das ist in diesem Fall gelungen: Rudi Löffelsend, der frühere Auslandsreferent der Caritas im Bistum Essen und Experte für den gesamten Balkan-Raum, sprach KPH-Geschäftsführer Markus Kampling an, der sich freute, hier helfen zu können. Er war im Sommer selbst in Banja Luka und hat sich ein Bild von der dortigen Lage gemacht.

Die Schlüsselübergabe wurde übrigens ebenfalls dazu genutzt, den Erlös eines Benefiz-Konzertes der Gruppe AVRAM zu überreichen, das am 8. November im Essener Dom stattgefunden hat. Mit 4000 € aus Eintrittsgeldern und Spenden „unterstützen wir die segensreiche und wichtige Arbeit von Don Karlo gerne“ sagte Pastor Willi Overbeck, Initiator des eindrucksvollen Konzertes.