Zwei Dienste – der gleiche Auftrag: Katholische Pflegehilfe Essen und Caritas-Pflegedienst Ruhr“

„Historisches Treffen“ der Leitungen und der mittleren Ebene nach über 30 Jahren

Essen (cde): Zu einem ersten Treffen nach ihren Gründungen vor über dreißig Jahren trafen sich jetzt erstmalig die Gesamt-Leitungen und Gruppen, bzw. Zentrenleitungen der beiden katholischen Pflegedienste in Essen. Dies sind die „Caritas-Pflegedienste Ruhr“ und die „Katholische Pflegehilfe Essen“.

Sie betreuen zusammen im Bereich der ambulanten Pflege über 3000 Patienten/-innen mit insgesamt rund 730 Mitarbeiter/-innen und erwirtschaften rund 22 Millionen Euro Umsatz jährlich.

Ziel dieses ersten großen Treffens waren das gegenseitige Kennen lernen der Dienste und Akteure und die Gründung einer Arbeitsgruppe, die eine engere Kooperation, auch im Tagesgeschäft vor Ort und die praktische und politische Zusammenarbeit beider Dienste überlegt. Es geht auch um ein gemeinsames Auftreten „nach außen und innen“.

Franz Löhr wies gleich zu Beginn der Veranstaltung Gerüchte zurück, das dies der Beginn einer Fusionierung beider Dienste sein könnte. Es geht vielmehr um Gemeinsamkeiten und „Synergieeffekte“.

Franz Löhr und Heinrich Verweyen, die derzeitigen „Interims-Geschäftsführer“ der Caritas-Pflegdienste Ruhr gGmbH stellten „ihren Dienst“ vor: Sieben Pflegezentren in Essen, eine Sozialstation in Hattingen, drei Sozialstationen in Oberhausen, 402 Mitarbeiter/-innen, ca. 1500 Versorgte. Träger sind die katholischen Krankenhäuser in Essen und der Caritasverband für die Stadt Essen.

Markus Kampling, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied stellte die Katholische Pflegehilfe Essen vor, die einen anderen geschichtlichen Hintergrund hat. Vor 39 Jahren vom örtlichen Caritasverband gegründet, hat sie ihre Quellen in den damaligen Pfarreien und dem Ehrenamt. Ihre professionelle Ausrichtung mit derzeit 330 Mitarbeiter/-innen in 22 Gruppen und rund 1500 Betreuten im gesamten Stadtgebiet bekam sie mit der Einführung der Pflegeversicherung.

„In unserer Gesellschaft genügt es heute nicht mehr, die eigene Arbeit gut zu tun. Auch unsere katholischen caritativen Dienste sind auf gegenseitigen Austausch, vertrauensvolle Vernetzung und von Fall zu Fall abgesprochenes, gemeinsames Handeln angewiesen. Entsprechend wollen die Caritas Pflegedienste Ruhr GmbH und der Katholische Pflegehilfe Essen e.V. ihren weiteren Weg gehen.“

Weitere Infos und Rückfragen:

Markus Kampling, Telefon 0201-852040

Franz Löhr, Heinrich Verweyen: 0201-6170100

Über 1.000 Senioren pilgern zur „Schmerzhaften Muttergottes“ nach Stiepel

Lourdes-Atmosphäre mitten im Ruhrgebiet

Bochum-Stiepel (cde): Ein Hauch von Lourdes verbreitete sich am letzten Samstagmorgen bei der Seniorenwallfahrt auf dem Pilgerplatz des Zisterzienserklosters in Bochum-Stiepel. Mehr als eintausend Pilgerinnen und Pilger, teilweise in Rollstühlen oder mit Rollatoren, waren aus Einrichtungen der Altenhilfe und der Behindertenhilfe aus dem gesamten Bistum Essen angereist.

In einer über einen Kilometer langen Reihe parkten – von der Polizei abgesichert – 62 Busse in der zweiten Spur der Königsallee, die zum Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes in der kleinen Wallfahrtskirche führt. Die Kirche ist zu klein, um die Massen der Pilger zu fassen. Deshalb haben die Mönche ein großes Zelt aufstellen lassen und die Kopie der wertvollen Pieta neben den Freialtar getragen.

„Es ist schon meine dritte Wallfahrt und ich freue mich wieder auf den festlichen Gottesdienst und die Begegnung mit den anderen Pilgern“, erklärt Eduard Krause. Zusammen mit 30 Mitbewohnern des Altenheimes St. Anna-Stift in Altenbochum hatte sich der 92jährige mit seinem Rollstuhl bereits früh auf den Weg gemacht, um einen guten Platz inmitten der Pilgermassen zu bekommen.

„Ohne die Hilfe engagierter professioneller Mitarbeiter aus den Einrichtungen und unzähliger Ehrenamtlicher wäre eine solche Wallfahrt nicht zu stemmen gewesen“, erklärt Prälat Dr. Martin Patzek, geistlicher Begleiter der Caritas und Mitinitiator und bedankt sich bei den vielen Helfern und den etwa 50 Schülerinnen und Schülern der Altenpflegeausbildung im Bistum Essen. Sie statteten die Senioren mit Regenponchos aus, hüllten sie gegen den kalten Wind in warme Decken, reichten Wasser, kleine Obst und Süßigkeiten, um die Wartezeit bis zum Beginn des Gottesdienstes zu verkürzen. Derweil spielte das Bergbauorchester Essen in schmucker Knappentracht volkstümliche Weisen, die einige der Pilger leise mit summten.

Pünktlich um 11.30 Uhr zog Caritasbischof Franz Vorrath zu den Klängen des Liedes „Großer Gott, wir loben dich“ zum Freialtar. Rund 30 Priester und Ordensleute aus dem gesamten Bistum begleiteten ihn. Sie spendeten im Laufe des Gottesdienstes denjenigen Pilgern, die es wünschten, das Sakrament der Krankensalbung. Die Seniorenwallfahrt stand, wie alle Pilgerfahrten dieses Jahres in Stiepel, unter dem Motto „Zur Hoffnung berufen“. In seiner Predigt legte Weihbischof Vorrath dieses Wort des Apostels Paulus aus dem Epheserbrief aus: „Wir sind dazu berufen, anders zu leben. Uns ist in der Hoffnung auf das erlösende Handeln Gottes eine Kraft geschenkt, die uns vor Hartherzigkeit und Verbitterung ebenso bewahren kann wie vor Mutlosigkeit und Verzweiflung. Wer aus der christlichen Hoffnung lebt, der kann über die Realität unseres irdischen Lebens und damit über unsere Grenzen hinaussehen. Wir sind für die Ewigkeit geschaffen. Wir dürfen mehr erhoffen als das Übliche, das in dieser Welt Machbare. Durch die Auferstehung Jesu geht unser Blick weiter.“<

Die diesjährige Seniorenwallfahrt, war bereits die fünfte Großveranstaltung dieser Art. Im Jahr 2007 hatte der „Stiepeler Kreis“, eine Gruppe von engagierten Christen und Verantwortlichen katholischer Einrichtungen der Altenhilfe, die sich mit ethischen Fragen in der Pflege auseinandersetzt, die Idee zu dieser Form des gemeinschaftlichen Glaubenserlebnisses.

<

Die Arbeitsgemeinschaft der Dienste und Einrichtungen der Altenhilfe (AGEA) im Bistum Essen unterstützte die Initiative der Seniorenwallfahrt durch Mithilfe bei der Planung und Logistik. „Wir tragen damit den Wünschen und Bedürfnissen nach Spiritualität und Glaubensvollzug Rechnung, die wir in unseren caritativen Diensten und Einrichtungen letzthin auch als unser herausragendes Profil betrachten“, schreibt Vorsitzender Dieter Merten in seinem Grußwort im Pilgerheft.

„Die Seniorenwallfahrt des Ruhrbistums ist auch für uns Mönche immer ein Höhepunkt im Wallfahrtsjahr“, erklärte Pater Markus Stark, designierter neuer Wallfahrtsrektor in Stiepel. Atmosphärisch fühlte er sich an diesem Morgen an Lourdes erinnert und lädt bei dieser Gelegenheit gleich zur Seniorenwallfahrt im nächsten Jahr nach Stiepel ein, diese findet dann am 2. Juni statt. Im Anschluss an die Eucharistiefeier reichten die Helfer den Teilnehmern eine kräftige Gulaschsuppe.

<Während es beim Gottesdienst trocken blieb, sogar die Sonne gelegentlich schien, kam nun der befürchtete Regen. Davon ließen sich die Pilger aber nicht abschrecken und nutzten die Gelegenheit zum Austausch und Gespräch unterm Festzelt. Zum Andenken an die Wallfahrt erhielten alle Pilger außerdem einen Glasanhänger mit dem Bild der „Schmerzhaften Muttergottes“ von Stiepel.

Fotos: Christoph Grätz

Mit Kolleginnen und Kollegen beten und arbeiten für die Menschen Japans

Essen (cde): „Was können wir tun?“ fragten sich viele der über 400 Mitarbeiter/-innen der Katholischen Pflegehilfe Essen (KPH) angesichts der fürchterlichen Bilder der Katastrophe in Japan und der ungewissen und bedrohlichen Zukunft. „Beten und Arbeiten“, war die Antwort.

Gebetet und geschwiegen wird am Freitag, 18. März um 14.00 Uhr in der Kapelle des Seniorenzentrums St. Martin auf der Rüttenscheider Str. 277.
Pastor Gerd Belker, der geistliche Begleiter der KPH wird diese Viertelstunde zur Einkehr gestalten. Dazu sind – neben den Mitarbeiterinnen der Pflegehilfe – alle Menschen guten Willens herzlich eingeladen.

Darüber hinaus stellen die Mitarbeiter/-innen der Katholischen Pflegehilfe einen Teil ihrer Arbeitszeit zur Verfügung, als Spende für die notwendigen Hilfen in Japan. Das heißt, sie verzichten für eine bestimmte Anzahl von Mehr-Arbeitsstunden auf ihren Lohn, und der geht dann gesammelt als Spende an die Caritas. Die Geschäftsführung der KPH wird dies noch entsprechend aufstocken.

Die relativ kleine, aber agile Caritas in Japan bringt derzeit Freiwillige der katholischen Kirchengemeinden zusammen, die ihre Hilfe für die Versorgung der Erdbebenopfer angeboten haben. In Tokio sind Gebäude der Pfarrgemeinde für Pendler, die nach dem Beben die Stadt nicht verlassen konnten, als Notunterkunft umfunktioniert worden. Der Hilfseinsatz wird von der drohenden atomaren Verseuchung des Katastrophengebietes überschattet, die eine Entsendung von Hilfskräften derzeit nicht zulässt.

Caritas Japan rief zu einer landesweiten Kampagne der Solidarität auf. Spenden sollen den besonders Hilfsbedürftigen wie Alten, Kranken, Behinderten und Obdachlosen zugute kommen. Die Caritas Japan hat ein Katastrophenhelfer-Team bereitgestellt und plant insbesondere im langfristigen Wiederaufbau tätig zu werden.

Spenden mit Stichwort „Tsunami“ werden erbeten auf das
Konto 14 400 der Caritas im Bistum Essen,
BLZ 360 602 95 bei der Bank im Bistum Essen

Kurs zur häuslichen Krankenpflege für Angehörige und sozial engagierte Menschen

Hilfe zur Hilfe

Essen (cde): Ein Hauskrankenpflegekurs findet vom 23.03.2011 bis 13.07.2011 einmal wöchentlich, jeweils mittwochs von 18.00-20.30 Uhr, im Pfarrheim St. Johann Baptist in der Johanneskirchstraße 5 in 45329 Essen-Altenessen statt. Das Angebot richtet sich an pflegende Angehörige, motivierte und sozial engagierte Frauen und Männer. Veranstalter ist die Katholische Pflegehilfe Essen, die auch über den Caritasverband Essen vertreten wird.

Der Hauskrankenpflegekurs vermittelt an 15 Abenden Fähigkeiten und Fertigkeiten, pflegebedürftige Menschen in ihrer häuslichen Umgebung zu pflegen. Die Kursgebühr inklusive der Unterrichtsmaterialen und eines Erste-Hilfe-Kurses beträgt 60,00€. Nach erfolgreichem Abschluss des Hauskrankenpflegekurses und eines Pflegepraktikums besteht die Möglichkeit, bei der Katholische Pflegehilfe tätig zu werden.

Weitere Information gibt es bei Frau Margaret Wloka, Pflegedienstleiterin bei der Katholischen Pflegehilfe Essen, Holbecks Hof 7, 45276 Essen, Tel: 0201/ 852040

Projekt „Ehrenamtler für St. Martin“

Das ist ja interessant!« Die 14jährige Rebecca von der Erich-Kästner-Gesamtschule in Steele lässt sich am Stand des Seniorenzentrums St. Martin von Birgit Nachtmann über ihre Arbeit aufklären. Innerhalb des Projekts »Go Social«, das die Ehrenamt Agentur Essen zum vierten Mal mit

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Diesmal ist das Projekt in der Steeler Gesamtschule zu Gast, klassenweise kommen die Schülerinnen und Schüler während des Unterrichts zu den rund 15 Organisationen, die sich im großen Pausenraum präsentieren. Neben unserer Einrichtung sind dies zum Beispiel der Essener Sportbund, die DLRG oder die Naturschutzjugend. Dass diese neue Form der Gewinnung von Mitarbeitern notwendig ist, bezweifelt keine der anwesenden Organisationen: Wenn etwa das Technische Hilfswerk mit der allgemeinen Feuerwehr gleichgesetzt wird, wird deutlich, dass viele Verbände in der Gesellschaft einfach nicht mehr bekannt sind und noch eine Menge Öffentlichkeitsarbeit geleistet werden muss.

Birgit Nachtmann, Mitarbeiterin im Sozialen Dienst, ist sich der Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Ehrenamtlichen bewusst. »Viele Jugendliche haben heute einfach keine Zeit mehr, um sich ehrenamtlich zu engagieren. Der Druck in der Schule oder im Beruf wird immer größer, dass für viele freiwillige Tätigkeit – egal ob bei uns oder im Sportverein – einfach kein Platz mehr ist.« Und so verwundert es nicht, dass die Fragen vieler Schülerinnen und Schüler nicht so sehr auf ehrenamtliche Tätigkeiten abzielen, sondern eher in Richtung Praktikumsplätze gehen. »Das ist verständlich!«, meint Sandra Hartjes von der Ehrenamt Agentur. »Das ist in der augenblicklichen Lebensphase der Jugendlichen jetzt einfach eher dran!«

Das sieht Birgit Nachtmann, die zum zweiten Mal bei der Veranstaltung mitmacht, genau so und gewinnt der Situation auch etwas Gutes ab: »Bei einer Praktikumszeit können die Jugendlichen unsere Arbeit besser einschätzen lernen und vielleicht engagiert sich der eine oder die andere nachher dann doch ehrenamtlich bei uns!« Oder er fängt eine Ausbildung in der Altenpflege an – das ist ja bei dem derzeitigen Fachkräftemangel mindestens genauso wichtig.

Katholische Pflegehilfe Essen ehrt langjährige Mitarbeiter/-innen

Achtzig Ehrungen auf einmal

Essen (cde) Wenn im ambulanten Pflegebereich fast jede(r) vierte Mitarbeiter/-in für langjährige Mitarbeit geehrt werden, ist das etwas Besonderes. Gibt die Pflegeversicherung doch auch erst seit 1995 als Pflichtversicherung, doch die Geschichte der Katholischen Pflegehilfe Essen (KPH Essen) ist ja auch viel älter. 1972 als Familienpflegegruppen in den Pfarreien gegründet, entwickelte sie sich mit der Einführung der Pflegeversicherung zu einem der großen Träger in Essen.

„Wer aber die Beanspruchungen in diesem Berufsfeld kennt, weiß, was es bedeutet, lange in diesem Arbeitsfeld zu bleiben“, so Markus Kampling, Geschäftsführer der KPH Essen. Und er hat dies zum Anlass genommen, um insgesamt 80 „langjährige Mitarbeiter/-innen“ 15. November 2010, zu ehren. Davon sind sieben Jubilare über 25 Jahre bei der KPH beschäftigt, 73 zehn Jahre und länger.

Im Rahmen einer Feierstunde wurden sie im Saal der Fürstin-Franziska-Cristine-Stiftung, Essen-Steele, Paßstr. 2, geehrt.

Foto: Katholische Pflegehilfe

„Baustelle Kirche“ – Kabarett mit Ulrike Böhmer

Stiftung „füreinander leben“ lädt ein zur kritischen und humorvollen Auseinandersetzung mit der Kirche

Essen (cde): „Kirchenkabarettistin“ nennt sich Ulrike Böhmer, Erfahrung hat sich aus ihrer über zehnjährigen Tätigkeit als Gemeindereferentin genug gesammelt mit dem Alltag in der römisch-katholischen Kirche. Davon konnten nun auch auf humorvolle Weise rund 200 Zuschauer/-innen überzeugen. Als Erna Schabiewskie aus Dortmund, Gemeindemitglied, präsentierte sie die alltäglichen Wirrungen und Irrungen des menschlichen Miteinanders in einer Gemeinde, im Ruhrpott. „Eine Ruhrpott-Kabarettistin erster Klasse aussem katholischen Milieu“ titelte ein Gemeindeblatt.

kabarett1

Die Stiftung „füreinander leben“, die die Katholische Pflegehilfe (KPH) unterstützt, lud dazu am 12 November 2010 ein in den Saal der Fürstin-Franziska-Stiftung in Essen-Steele. Die Zuschauer waren restlos begeistert und dankten mit donnerndem Applaus.

Neues Angebot der Katholischen Pflegehilfe Essen bei der Senioren-Beratung

Wir besuchen Sie auch zu Hause

Essen (cde): „Ich bin ganz verzweifelt“ oder „Ich habe niemanden, den ich jetzt ansprechen könnte“, das sind gewöhnlich die ersten Sätze, wenn das Telefon klingelt.

So geht es nicht wenigen älteren Mitbürgern – mitten unter uns. Vielleicht haben sie schon wie Herr X seit Jahren die an Demenz erkrankte Frau liebevoll zu Hause gepflegt. Jetzt spielt aber die eigene Gesundheit nicht mehr mit. Nach einem Krankenhausaufenthalt soll die Frau nun in ein Pflegeheim. Die Formulare zum Heimeinzug liegen auf dem Tisch, es ist eine ganze Mappe voll. So vieles müsste geregelt werden, Herr X erinnert sich aber gar nicht mehr, wo er die Rentenbescheide und ähnliche Dokumente aufbewahrt. An die Kinder kann sich dieses Ehepaar nicht wenden, die waren ihnen nicht geschenkt.

Die Katholische Pflegehilfe Essen (KPH) hat seit kurzem eine mobile Seniorenberatung eingerichtet und mit Schwester Maria besetzt. Dies ist ein kostenloser mobiler Dienst, der älteren Mitbürgern die Gelegenheit bietet, zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung ihre ganz persönliche Lage zu besprechen. Es geht darum, eine Brücke zu bauen zu einer Welt, in der es viele Möglichkeiten gibt und auch zu einem Netzwerk von Menschen, das in schwierigen Lebenslagen bereit ist, sich einzusetzen.

Sr. Maria ist jederzeit über die Geschäftsstelle der KPH telefonisch erreichbar, da diese Nummer 24 Stunden besetzt ist. Dies ist eine Erweiterung der Angebotspalette der KPH und bildet somit eine Schnittstelle zwischen den zu versorgenden Menschen sowie den versorgten Menschen, die auch immer wieder Beratung notwendig haben. Sie dient der Entlastung der Mitarbeiter vor Ort, da diese oft die notwendige Zeit einer ausführlichen Beratung nicht haben. Sollte der Andrang groß werden, wird die KPH dieses Angebot personell aufstocken, sagt der Geschäftsführer, Markus Kampling.

Gedenktafel an der Stätte der Juden-Deportation unter den Nazis

Katholische Pflegehilfe tut was gegen das Vergessen

Essen-Steele: Eine Gedenktafel, die an das Barackenlager Holbecks Hof in Essen-Steele erinnern soll, wurde Ende August aufgestellt und der Öffentlichkeit übergeben. Diese Tafel erinnert an das Barackenlager Holbecks Hof und ist gegenüber der Einfahrt zum Aronweg aufgestellt, dort stehen noch Reste dieser Holzgebäude. Von diesem Durchgangslager wurden 1942 viele Juden in die Vernichtungslager des Ostens gebracht.

Die Errichtung der Tafel geht zurück auf eine Initiative des Steeler Archiv e.V. und wurde unterstützt von der Bezirksvertretung Essen-Steele/Kray und der Katholischen Pflegehilfe Essen (KPH). Bezirksbürgermeister Klaus Stumpe sprach in seiner Rede davon, dass die schrecklichen Taten von damals nicht in Vergessenheit geraten dürfen und die zukünftige Generation eben solche Gedenkstätten bräuchten. Hermann Ruhrbruch, 1. Vorsitzender des Steeler Archiv e.V. erwähnte, dass diese Tafel ein wichtiger Anlaufpunkt sei, um die Steeler Geschichte erleben zu können.

Markus Kampling, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Katholischen Pflegehilfe Essen, brachte seine Freude zum Ausdruck, dass diese Gedenktafel auf dem Grundstück der KPH errichtet worden sei und versprach, die Pflege der Tafel dauerhaft zu übernehmen.

Katholische Pflegehilfe Essen startet mobile Seniorenberatung

Schwester Maria mit dem roten Flitzer

Essen (cde):< Seit Jahren ist die Katholische Pflegehilfe Essen (KPH) in der Seniorenberatung tätig. Schon vielen Hilfe suchenden Mitmenschen konnte so mit Rat und Tat zur Seite gestanden werden. Es wird Hilfe und Unterstützung in allen Lebenslagen für Senioren angeboten. Das reicht, so der Geschäftsführer der KPH, Markus Kampling, von der Hilfe der Ämter über Kontaktherstellung zu Ärzten, Krankenhäuser, Seniorenheimen und Wohngemeinschaften. Es geht weiter bis hin zur Vermittlung von Seelsorge, aber auch von Pflege- und Betreuungsleistungen.
“Aufgrund der enormen Nachfrage“ so Kampling, „haben wir uns nun entschlossen diesen wichtigen Bereich zu verstärken.

Ab sofort wird Schwester Maria Hohenadl in der Seniorenberatung tätig sein. Damit dies effizient und schnell geht, wurde ein knallroter Dienstwagen für sie angeschafft.“

So wird man künftig die Seniorenberatung der Katholischen Pflegehilfe an ganz verschiedenen Stellen in Essen sehen können