Neuer Imagefilm entsteht: „Kamera läuft – und ab“

Der Therapieraum in der dritten Etage des Seniorenstifts St. Martin ist in gleißendes Licht getaucht: Tonmeister und Kameramann wuseln hin und her, Regisseur André Massoli gibt letzte Anweisungen, dann läuft die Kamera. Margo Wloka von der Pflegedienstleitung unseres Unternehmens zeigt, wie man einen Patienten richtig lagert. Sechs Kamparsen sitzen um das Bett herum, schauen zu und stellen Fragen.

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»Dieser Teil unseres neuen Image-Films erläutert, wie wir Krankenpflegekurse machen«, erklärt Margo Wloka Wieder und wieder muss sie die Lagerungsdecke unter der Matratze hetvorholen und erneut einbauen, denn der Regisseur möchte Bilder des Vorgangs von allen Seiten haben. Dann ist es soweit – eine der Komparsinnen macht die Lagerung nach – und sie macht es gut!

Regisseur Massoli ist zufrieden – die Scheinwerfer werden umgebaut, eine neue Szene wird vorbereitet.

Geschäftsführer Markus Kampling freut sich auf den Film, der erstmalig im November präsentiert werden soll: »Mit diesem Film wollen wir die ganze Bandbreite unseres Unternehmens zeigen und dokumentieren, in welchen Bereichen wir tätig sind. Außerdem zeigen wir, wie gut wir mit anderen Einrichtungen vernetzt sind. Das ist eine gute Ergänzung zu den beiden Filmen, die bereits fertig sind. Darin stellen wir zum einen das Seniorenzenrtum St. Martin vor und zum anderen den Bereich der ambulanten Pflege. Eingesetzt werden soll der Film zum Beispiel bei Vorträgen, aber auch bei Pfarrfesten kann er auf einem LapTop oder Fernseher gezeigt werden. Deshalb erhalten alle Gruppen Exemplare des Films auf DVD.

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»Letztlich ist es natürlich auch ein Ziel, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen!« gesteht Kampling freimütig. »Denn gerade in der ambulanten Pflege haben wir – aufgrund unserer hervorragenden Arbeit – einen so großen Zulauf, dass wir ihn ohne neue Kräfte kaum noch bewältigen können.«

In der Zwischenzeit ist die Kamera fertig für die nächste Szene: In rund zehn verschiedenen Sprachen laden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interessierte Menschen ein, unsere Firma kennen zu lernen: »Willkommen in unserem Unternehmen.« Dann ist auch diese Szene »im Kasten«. Margo Wloka ist erleichtert und gesteht: » Ich bin doch lieber Pflegedienstleitung als Schauspielerin!« Aber gut gemacht hat sie ihre Sache auf jeden Fall!

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Fälscherwerkstatt in Rüttenscheid?

Seniorenzentrum St. Martin eröffnet Ausstellung nachgemachter klassischer Werke

Beim flüchtigen Durchsehen staunt man, dass eine katholische Alteneinrichtung solche „Schätze“ sein eigen nennt. Bilder aus den großen Epochen des Impressionismus mit den Malern Vincent van Gogh, Claude Monet, Paul Gauguin und Paul Cezanne; Der Expressionismus vertreten mit Bildern von Franz Marc, Henri De Toulouse Lautrec; aus der Epoche des Kubismus Pablo Picasso, Marc Chagall, Alexej von Jawlensky; die Rennaissance mit Leonardo da Vinci, der Fauvismus mit Raoul Dufy, Lovis Corinth. Kann nicht sein, denkt man sich. Was ist passiert?

Es werden Bilder gezeigt, die von den Bewohnern selbst gemalt wurden: 2007 wurde im Seniorenzentrum eine „Malgruppe“ ins Leben gerufen, die sich auf eine Reise durch die verschiedenen Kunstepochen begeben hat, bekannte Werke nachgemalt und neu interpretiert hat.

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Anke Bee leitet die Malgruppe des Seniorenzentrums St. Martin in Essen-Rüttenscheid seit vier Jahren ehrenamtlich. Sie ist selbst behindert, sitzt im Rollstuhl. Und die über einhundert Besucher der Ausstellungseröffnung am Freitag, 21. Oktober waren beeindruckt von dem, was sie sahen. Und die Künstler erklärten begeistert ihre Werke.

Markus Kampling, Geschäftsführer des Seniorenzentrums St. Martin, danke der Leiterin der Malgruppe und den Teilnehmern, allesamt Bewohner dieser erst vier Jahre alten Einrichtung. Sie bekamen Blumen überreicht. Mit dem symbolischen Durchschneiden des roten Bandes wurde die Ausstellung eröffnet. Danach gab es Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein und vielen Gesprächen.

Die „Fälscherwerkstatt“ kann besichtigt werden von 9.00 – 16.00 Uhr täglich im Seniorenzentrum St. Martin, Rüttenscheider Str. 277 in Essen. Die „Originalfälschungen“ können käuflich erworben werden zum Preis von 25.00 Euro.

Künstlerische Senioren machen Reise durch die Kunstepochen

Spannende Ausstellung in St. Martin feierlich eröffnet

Strahlende Gesichter – frohe Stimmung – und ganz viel Kunst: Das alles bekamen die rund 80 Besucher geboten, die zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Reise durch die Kunstepochen“ im Seniorenzentrum St. Martin gekommen waren. Und der Name der Ausstellung ist Programm, wie Anke Bee, die ehrenamtliche Leiterin der Malgruppe, in ihrem kleinen Festvortrag erklärte.

Ausstellungseröffnung im Seniorenzentrum St. Martin: (v.l.) Dietmar Klaus, Elisabeth Kühner, Helmut Diesing; (2.Reihe v.l.:) Geschäftsführer Markus Kampling, Clemens Harms, Inge Podschies und die ehrenamtliche Leiterin Anke Bee

Ausstellungseröffnung im Seniorenzentrum St. Martin: (v.l.) Dietmar Klaus, Elisabeth Kühner, Helmut Diesing;
(2.Reihe v.l.:) Geschäftsführer Markus Kampling,
Clemens Harms, Inge Podschies und die
ehrenamtliche Leiterin Anke Bee

In den vergangenen Monaten haben sich fünf künstlerisch veranlagte Seniorinnen und Senioren mit Impressionismus, Expressionismus, aber auch Fauvismus und Kubismus beschäftigt und die Werke großer Maler (Chagall, van Gogh, da Vinci und viele andere) nachgemalt. „Dabei geht es allerdings nicht um ein reines Kopieren, sondern um die eigene Auseinandersetzung mit einem durch den Künstler vorgegebenen Thema!“, sagte Anke Bee, die seit vier Jahren jeweils donnerstags in das Seniorenzentrum kommt, um mit interessierten Menschen künstlerisch zu arbeiten. Die gelernte Schaufenster- und Werbegestalterin will den Seniorinnen und Senioren viel Raum für die eigene Interpretation lassen: „Manchmal gebe ich ein Thema vor, an dem alle gemeinsam arbeiten, dann wieder lasse ich jedem einzelnen völlig freie Hand – das wollen die Menschen auch so!“ Und so sind sehr spannende und facettenreiche Bilder z.B. der Mona Lisa oder der Liebespaare von Chagall entstanden.

Mit einem Blumenstrauß bedankt sich die Einrichtungsleiterin Ute Bressler bei Anke Bee, die den Malkurs im Seniorenzentrum St. Martin seit vier Jahren ehrenamtlich leitet.

Mit einem Blumenstrauß bedankt sich die
Einrichtungsleiterin Ute Bressler bei
Anke Bee, die den Malkurs im Seniorenzentrum
St. Martin seit vier Jahren ehrenamtlich leitet.

Derzeit aktiv in der Gruppe sind Dietmar Klaus, Inge Podschies, Helmut Diesing, Clemens Harms und Elisabeth Kühner, die alle aus den Händen der Einrichtungsleiterin Ute Bressler einen Blumenstrauß als Dankeschön für die Kunstwerke erhielten, die nun Bewohner, Angehörige und Besucher gleichermaßen erfreuen.

Ganz besonders bedankte sich Geschäftsführer Markus Kampling aber bei Anke Bee, ohne deren ehrenamtliches Engagement diese und die beiden Vorgängerausstellungen wohl nicht hätten stattfinden können.

Anke Bee leitet die Malgruppe des Seniorenzentrums St. Martin in Essen-Rüttenscheid seit vier Jahren ehrenamtlich

Anke Bee leitet die Malgruppe des
Seniorenzentrums St. Martin in
Essen-Rüttenscheid seit vier Jahren
ehrenamtlich

Alle Bilder sind übrigens für 25 Euro (ohne Rahmen) erhältlich, alle Einnahmen fließen direkt wieder der Malgruppe zu. Postkarten der Bilder werden für 1,50 € angeboten und können am Empfang erstanden werden.

Erster Auftritt in der Öffentlichkeit – Neue Gruppe startet in Hattingen

Verkaufsoffener Feiertag in Hattingen, Kaiserwetter in der Fußgängerzone – und mittendrin: die Katholische Pflegehilfe. Die hatte nämlich am 3. Oktober ihren Premierenauftritt in der Hattinger Altstadt. »Wir haben unser Büro zwar bereits am 15. Juli eröffnet, aber jetzt gehen wir erstmals richtig in die Öffentlichkeit!«, berichtet Pflegedienstleiterin Kerstin Schlenkermann, die bei strahlendem Sonnenschein Gespräche führt und Give-aways verteilt.

Die Beratungsgespräche finden auf der Empore des liebevoll eingerichteten Büros statt.

Die Beratungsgespräche finden auf der
Empore des liebevoll eingerichteten
Büros statt.

Dienstags zwischen 10 und 12 Uhr sowie Donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr können sich nun interessierte Menschen zu allen Themen rund um den Pflegebereich beraten lassen: »Wir erklären, wie eine Pflegestufe beantragt wird, beraten, welche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung bestehen, oder erklären, welche Dienste wir im ambulanten Bereich anbieten!« erklärt Christina Geifes, stellv. Leiterin der Hattinger Gruppe.

Und das Angebot wird gut angenommen: Acht Patienten werden derzeit versorgt und auch beim verkaufsoffenen Feiertag lassen sich viele Passanten die Dienste unseres Unternehmen erklären. Nicht unwichtig für den Erfolg der Gruppe ist sicherlich der Standort: Mitten in der Altstadt – in einem denkmalgeschützen Haus aus dem 17. Jahrhundert. »Das Büro haben wir zusammen mit den Maltesern angemietet «, berichtet Kerstin Schlenkermann.

Antje Steinbrink, Christina Geifes und Pflegedienstleiterin Kerstin Schlenkermann vor dem Büro in der Hattinger Altstadt. Bilder: Hubert Röser

Antje Steinbrink, Christina Geifes
und Pflegedienstleiterin Kerstin
Schlenkermann vor dem Büro
in der Hattinger Altstadt.
Bilder: Hubert Röser

Die haben ihrerseits einen Charity-Shop in den schönen Räumlichkeiten eingerichtet und informieren z. B. über ihren Hausnotruf und »Essen auf Rädern«. »Wir ergänzen uns mit unseren Angeboten hervorragend!« freut sich Volker Geise, stellv. Kreisbeauftragter der Malteser. Das sieht Christina Geifes genauso: »Die Zusammenarbeit macht Spaß und jeder profitiert vom anderen.« Sicherlich nicht unwichtig für den Erfolg ist auch die Tatsache, dass das Gebäude in den »Altstadtrundgang« eingebunden ist, der von der Stadt Hattingen angeboten wird. »So werden viele Spaziergänger auf unser Büro und unser Angebot aufmerksam«, berichtet Geifes. Sie freut sich auf die Pionierarbeit in der 1396 gegründeten Ruhrgebietsstadt. »Derzeit suchen wir noch eine Reihe von neuen Kolleginnen und Kollegen, damit wir hier richtig Fuß fassen und unsere Dienste flächendeckend anbieten können!«

Das einladende Präsentation beim verkaufsoffenen Feiertag und die am 8. Oktober stattfindende »Seniorenmesse«, bei dem sich die Hattinger Gruppe ebenfalls mit einem Stand vorstellt, wird sicher dazu beitragen, dass dieser Wunsch Wirklichkeit wird.

Die ersten „BuFDis“ und „FSJler“ bei der Katholischen Pflegehilfe in Essen

Vier auf einen Streich

Essen (cde) Heute (01.09.2011) ist ihr erster Tag bei der Katholischen Pflegehilfe Essen. Janine Winkels, Brigitte Kuisle und Frank Thomas gehören zur ersten Generation der Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst, umgangssprachlich „BuFDis“ genannt. Thomas (45) hat als „Alltagsbegleiter“ bereits Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen gesammelt. Er hat die entsprechende Zusatzausbildung absolviert, nach § 87 b wie es im Amtsdeutsch heißt. Nach einem einjährigen Einsatz im Altenheim hat er sich für den neuen Bundesfreiwilligendienst gemeldet. Sein Einsatz bei der Katholischen Pflegehilfe wird ein Jahr dauern; er hat eine volle Stelle.
Chantal Waldeit (18 Jahre) ist frisch gebackene FSJlerin. Sie ist die vierte Freiwillige bei der Katholischen Pflegehilfe. Bis zum 1. Oktober werden drei weitere Freiwillige ihren Dienst aufnehmen. Die Realschülerin hatte 2010 zunächst versucht, das Abi nachzuholen. Dann hat sie sich aber für das Freiwillige Soziale Jahr entschieden. Sie erhofft sich davon eine Orientierung für ihren weiteren beruflichen Weg. Ein bisschen Erfahrung kann sie auch mitbringen; sie unterstützt ihre Mutter bei der Pflege ihrer Oma.

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Frank Tomas fasziniert immer wieder, welche Erfahrung und Weisheit ältere Menschen mitbringen und vermitteln können. „Es lohnt sich, hier Zeit zu investieren, weil da einfach noch ganz viel geht.“ Ein „Geben“ und „Nehmen“ von dem letztendlich beide Seiten profitieren, nicht zuletzt auch der Arbeitgeber. „Wir können feststellen, ob jemand zu uns ins Team passt. Für die Freiwilligen ist es eine gute Möglichkeit herauszufinden, ob ihnen der Job in der Pflege oder im sozialen Dienst liegt.“ so Markus Kampling, der Geschäftsführer der Katholischen Pflegehilfe, „spätere Einstellung nicht ausgeschlossen.“

Interessierte können sich melden beim
Caritasverband für das Bistum Essen
Karl Buron, Tel. 0201 / 81028 – 158, Email: karl.buron@caritas-essen.de

Oder beim Bischöflichen Jugendamt im Bistum Essen
Birgitta Kelbch, Tel. 0201 / 2204-513, Email: birgitta.kelbch@bistum-essen.de

Zwei Dienste – der gleiche Auftrag: Katholische Pflegehilfe Essen und Caritas-Pflegedienst Ruhr“

„Historisches Treffen“ der Leitungen und der mittleren Ebene nach über 30 Jahren

Essen (cde): Zu einem ersten Treffen nach ihren Gründungen vor über dreißig Jahren trafen sich jetzt erstmalig die Gesamt-Leitungen und Gruppen, bzw. Zentrenleitungen der beiden katholischen Pflegedienste in Essen. Dies sind die „Caritas-Pflegedienste Ruhr“ und die „Katholische Pflegehilfe Essen“.

Sie betreuen zusammen im Bereich der ambulanten Pflege über 3000 Patienten/-innen mit insgesamt rund 730 Mitarbeiter/-innen und erwirtschaften rund 22 Millionen Euro Umsatz jährlich.

Ziel dieses ersten großen Treffens waren das gegenseitige Kennen lernen der Dienste und Akteure und die Gründung einer Arbeitsgruppe, die eine engere Kooperation, auch im Tagesgeschäft vor Ort und die praktische und politische Zusammenarbeit beider Dienste überlegt. Es geht auch um ein gemeinsames Auftreten „nach außen und innen“.

Franz Löhr wies gleich zu Beginn der Veranstaltung Gerüchte zurück, das dies der Beginn einer Fusionierung beider Dienste sein könnte. Es geht vielmehr um Gemeinsamkeiten und „Synergieeffekte“.

Franz Löhr und Heinrich Verweyen, die derzeitigen „Interims-Geschäftsführer“ der Caritas-Pflegdienste Ruhr gGmbH stellten „ihren Dienst“ vor: Sieben Pflegezentren in Essen, eine Sozialstation in Hattingen, drei Sozialstationen in Oberhausen, 402 Mitarbeiter/-innen, ca. 1500 Versorgte. Träger sind die katholischen Krankenhäuser in Essen und der Caritasverband für die Stadt Essen.

Markus Kampling, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied stellte die Katholische Pflegehilfe Essen vor, die einen anderen geschichtlichen Hintergrund hat. Vor 39 Jahren vom örtlichen Caritasverband gegründet, hat sie ihre Quellen in den damaligen Pfarreien und dem Ehrenamt. Ihre professionelle Ausrichtung mit derzeit 330 Mitarbeiter/-innen in 22 Gruppen und rund 1500 Betreuten im gesamten Stadtgebiet bekam sie mit der Einführung der Pflegeversicherung.

„In unserer Gesellschaft genügt es heute nicht mehr, die eigene Arbeit gut zu tun. Auch unsere katholischen caritativen Dienste sind auf gegenseitigen Austausch, vertrauensvolle Vernetzung und von Fall zu Fall abgesprochenes, gemeinsames Handeln angewiesen. Entsprechend wollen die Caritas Pflegedienste Ruhr GmbH und der Katholische Pflegehilfe Essen e.V. ihren weiteren Weg gehen.“

Weitere Infos und Rückfragen:

Markus Kampling, Telefon 0201-852040

Franz Löhr, Heinrich Verweyen: 0201-6170100

Über 1.000 Senioren pilgern zur „Schmerzhaften Muttergottes“ nach Stiepel

Lourdes-Atmosphäre mitten im Ruhrgebiet

Bochum-Stiepel (cde): Ein Hauch von Lourdes verbreitete sich am letzten Samstagmorgen bei der Seniorenwallfahrt auf dem Pilgerplatz des Zisterzienserklosters in Bochum-Stiepel. Mehr als eintausend Pilgerinnen und Pilger, teilweise in Rollstühlen oder mit Rollatoren, waren aus Einrichtungen der Altenhilfe und der Behindertenhilfe aus dem gesamten Bistum Essen angereist.

In einer über einen Kilometer langen Reihe parkten – von der Polizei abgesichert – 62 Busse in der zweiten Spur der Königsallee, die zum Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes in der kleinen Wallfahrtskirche führt. Die Kirche ist zu klein, um die Massen der Pilger zu fassen. Deshalb haben die Mönche ein großes Zelt aufstellen lassen und die Kopie der wertvollen Pieta neben den Freialtar getragen.

„Es ist schon meine dritte Wallfahrt und ich freue mich wieder auf den festlichen Gottesdienst und die Begegnung mit den anderen Pilgern“, erklärt Eduard Krause. Zusammen mit 30 Mitbewohnern des Altenheimes St. Anna-Stift in Altenbochum hatte sich der 92jährige mit seinem Rollstuhl bereits früh auf den Weg gemacht, um einen guten Platz inmitten der Pilgermassen zu bekommen.

„Ohne die Hilfe engagierter professioneller Mitarbeiter aus den Einrichtungen und unzähliger Ehrenamtlicher wäre eine solche Wallfahrt nicht zu stemmen gewesen“, erklärt Prälat Dr. Martin Patzek, geistlicher Begleiter der Caritas und Mitinitiator und bedankt sich bei den vielen Helfern und den etwa 50 Schülerinnen und Schülern der Altenpflegeausbildung im Bistum Essen. Sie statteten die Senioren mit Regenponchos aus, hüllten sie gegen den kalten Wind in warme Decken, reichten Wasser, kleine Obst und Süßigkeiten, um die Wartezeit bis zum Beginn des Gottesdienstes zu verkürzen. Derweil spielte das Bergbauorchester Essen in schmucker Knappentracht volkstümliche Weisen, die einige der Pilger leise mit summten.

Pünktlich um 11.30 Uhr zog Caritasbischof Franz Vorrath zu den Klängen des Liedes „Großer Gott, wir loben dich“ zum Freialtar. Rund 30 Priester und Ordensleute aus dem gesamten Bistum begleiteten ihn. Sie spendeten im Laufe des Gottesdienstes denjenigen Pilgern, die es wünschten, das Sakrament der Krankensalbung. Die Seniorenwallfahrt stand, wie alle Pilgerfahrten dieses Jahres in Stiepel, unter dem Motto „Zur Hoffnung berufen“. In seiner Predigt legte Weihbischof Vorrath dieses Wort des Apostels Paulus aus dem Epheserbrief aus: „Wir sind dazu berufen, anders zu leben. Uns ist in der Hoffnung auf das erlösende Handeln Gottes eine Kraft geschenkt, die uns vor Hartherzigkeit und Verbitterung ebenso bewahren kann wie vor Mutlosigkeit und Verzweiflung. Wer aus der christlichen Hoffnung lebt, der kann über die Realität unseres irdischen Lebens und damit über unsere Grenzen hinaussehen. Wir sind für die Ewigkeit geschaffen. Wir dürfen mehr erhoffen als das Übliche, das in dieser Welt Machbare. Durch die Auferstehung Jesu geht unser Blick weiter.“<

Die diesjährige Seniorenwallfahrt, war bereits die fünfte Großveranstaltung dieser Art. Im Jahr 2007 hatte der „Stiepeler Kreis“, eine Gruppe von engagierten Christen und Verantwortlichen katholischer Einrichtungen der Altenhilfe, die sich mit ethischen Fragen in der Pflege auseinandersetzt, die Idee zu dieser Form des gemeinschaftlichen Glaubenserlebnisses.

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Die Arbeitsgemeinschaft der Dienste und Einrichtungen der Altenhilfe (AGEA) im Bistum Essen unterstützte die Initiative der Seniorenwallfahrt durch Mithilfe bei der Planung und Logistik. „Wir tragen damit den Wünschen und Bedürfnissen nach Spiritualität und Glaubensvollzug Rechnung, die wir in unseren caritativen Diensten und Einrichtungen letzthin auch als unser herausragendes Profil betrachten“, schreibt Vorsitzender Dieter Merten in seinem Grußwort im Pilgerheft.

„Die Seniorenwallfahrt des Ruhrbistums ist auch für uns Mönche immer ein Höhepunkt im Wallfahrtsjahr“, erklärte Pater Markus Stark, designierter neuer Wallfahrtsrektor in Stiepel. Atmosphärisch fühlte er sich an diesem Morgen an Lourdes erinnert und lädt bei dieser Gelegenheit gleich zur Seniorenwallfahrt im nächsten Jahr nach Stiepel ein, diese findet dann am 2. Juni statt. Im Anschluss an die Eucharistiefeier reichten die Helfer den Teilnehmern eine kräftige Gulaschsuppe.

<Während es beim Gottesdienst trocken blieb, sogar die Sonne gelegentlich schien, kam nun der befürchtete Regen. Davon ließen sich die Pilger aber nicht abschrecken und nutzten die Gelegenheit zum Austausch und Gespräch unterm Festzelt. Zum Andenken an die Wallfahrt erhielten alle Pilger außerdem einen Glasanhänger mit dem Bild der „Schmerzhaften Muttergottes“ von Stiepel.

Fotos: Christoph Grätz

Mit Kolleginnen und Kollegen beten und arbeiten für die Menschen Japans

Essen (cde): „Was können wir tun?“ fragten sich viele der über 400 Mitarbeiter/-innen der Katholischen Pflegehilfe Essen (KPH) angesichts der fürchterlichen Bilder der Katastrophe in Japan und der ungewissen und bedrohlichen Zukunft. „Beten und Arbeiten“, war die Antwort.

Gebetet und geschwiegen wird am Freitag, 18. März um 14.00 Uhr in der Kapelle des Seniorenzentrums St. Martin auf der Rüttenscheider Str. 277.
Pastor Gerd Belker, der geistliche Begleiter der KPH wird diese Viertelstunde zur Einkehr gestalten. Dazu sind – neben den Mitarbeiterinnen der Pflegehilfe – alle Menschen guten Willens herzlich eingeladen.

Darüber hinaus stellen die Mitarbeiter/-innen der Katholischen Pflegehilfe einen Teil ihrer Arbeitszeit zur Verfügung, als Spende für die notwendigen Hilfen in Japan. Das heißt, sie verzichten für eine bestimmte Anzahl von Mehr-Arbeitsstunden auf ihren Lohn, und der geht dann gesammelt als Spende an die Caritas. Die Geschäftsführung der KPH wird dies noch entsprechend aufstocken.

Die relativ kleine, aber agile Caritas in Japan bringt derzeit Freiwillige der katholischen Kirchengemeinden zusammen, die ihre Hilfe für die Versorgung der Erdbebenopfer angeboten haben. In Tokio sind Gebäude der Pfarrgemeinde für Pendler, die nach dem Beben die Stadt nicht verlassen konnten, als Notunterkunft umfunktioniert worden. Der Hilfseinsatz wird von der drohenden atomaren Verseuchung des Katastrophengebietes überschattet, die eine Entsendung von Hilfskräften derzeit nicht zulässt.

Caritas Japan rief zu einer landesweiten Kampagne der Solidarität auf. Spenden sollen den besonders Hilfsbedürftigen wie Alten, Kranken, Behinderten und Obdachlosen zugute kommen. Die Caritas Japan hat ein Katastrophenhelfer-Team bereitgestellt und plant insbesondere im langfristigen Wiederaufbau tätig zu werden.

Spenden mit Stichwort „Tsunami“ werden erbeten auf das
Konto 14 400 der Caritas im Bistum Essen,
BLZ 360 602 95 bei der Bank im Bistum Essen

Kurs zur häuslichen Krankenpflege für Angehörige und sozial engagierte Menschen

Hilfe zur Hilfe

Essen (cde): Ein Hauskrankenpflegekurs findet vom 23.03.2011 bis 13.07.2011 einmal wöchentlich, jeweils mittwochs von 18.00-20.30 Uhr, im Pfarrheim St. Johann Baptist in der Johanneskirchstraße 5 in 45329 Essen-Altenessen statt. Das Angebot richtet sich an pflegende Angehörige, motivierte und sozial engagierte Frauen und Männer. Veranstalter ist die Katholische Pflegehilfe Essen, die auch über den Caritasverband Essen vertreten wird.

Der Hauskrankenpflegekurs vermittelt an 15 Abenden Fähigkeiten und Fertigkeiten, pflegebedürftige Menschen in ihrer häuslichen Umgebung zu pflegen. Die Kursgebühr inklusive der Unterrichtsmaterialen und eines Erste-Hilfe-Kurses beträgt 60,00€. Nach erfolgreichem Abschluss des Hauskrankenpflegekurses und eines Pflegepraktikums besteht die Möglichkeit, bei der Katholische Pflegehilfe tätig zu werden.

Weitere Information gibt es bei Frau Margaret Wloka, Pflegedienstleiterin bei der Katholischen Pflegehilfe Essen, Holbecks Hof 7, 45276 Essen, Tel: 0201/ 852040

Projekt „Ehrenamtler für St. Martin“

Das ist ja interessant!« Die 14jährige Rebecca von der Erich-Kästner-Gesamtschule in Steele lässt sich am Stand des Seniorenzentrums St. Martin von Birgit Nachtmann über ihre Arbeit aufklären. Innerhalb des Projekts »Go Social«, das die Ehrenamt Agentur Essen zum vierten Mal mit

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Diesmal ist das Projekt in der Steeler Gesamtschule zu Gast, klassenweise kommen die Schülerinnen und Schüler während des Unterrichts zu den rund 15 Organisationen, die sich im großen Pausenraum präsentieren. Neben unserer Einrichtung sind dies zum Beispiel der Essener Sportbund, die DLRG oder die Naturschutzjugend. Dass diese neue Form der Gewinnung von Mitarbeitern notwendig ist, bezweifelt keine der anwesenden Organisationen: Wenn etwa das Technische Hilfswerk mit der allgemeinen Feuerwehr gleichgesetzt wird, wird deutlich, dass viele Verbände in der Gesellschaft einfach nicht mehr bekannt sind und noch eine Menge Öffentlichkeitsarbeit geleistet werden muss.

Birgit Nachtmann, Mitarbeiterin im Sozialen Dienst, ist sich der Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Ehrenamtlichen bewusst. »Viele Jugendliche haben heute einfach keine Zeit mehr, um sich ehrenamtlich zu engagieren. Der Druck in der Schule oder im Beruf wird immer größer, dass für viele freiwillige Tätigkeit – egal ob bei uns oder im Sportverein – einfach kein Platz mehr ist.« Und so verwundert es nicht, dass die Fragen vieler Schülerinnen und Schüler nicht so sehr auf ehrenamtliche Tätigkeiten abzielen, sondern eher in Richtung Praktikumsplätze gehen. »Das ist verständlich!«, meint Sandra Hartjes von der Ehrenamt Agentur. »Das ist in der augenblicklichen Lebensphase der Jugendlichen jetzt einfach eher dran!«

Das sieht Birgit Nachtmann, die zum zweiten Mal bei der Veranstaltung mitmacht, genau so und gewinnt der Situation auch etwas Gutes ab: »Bei einer Praktikumszeit können die Jugendlichen unsere Arbeit besser einschätzen lernen und vielleicht engagiert sich der eine oder die andere nachher dann doch ehrenamtlich bei uns!« Oder er fängt eine Ausbildung in der Altenpflege an – das ist ja bei dem derzeitigen Fachkräftemangel mindestens genauso wichtig.