Katholische Pflegehilfe macht sich für Auslandshilfe stark

Die Kooperation zwischen der Katholischen Pflegehilfe und der Gemeinde Banja Luka in Bosnien und Herzegowina besteht seit nunmehr 19 Jahren. Durch unterschiedlichste Hilfen unterstützt die Katholische Pflegehilfe die Menschen aus Banja Luka fortan.

Zuletzt besuchte Markus Kampling, Geschäftsführer der Katholischen Pflegehilfe, den Initiator der Caritasarbeit in der Gemeinde Banja Luka, Monsignore Prof. Dr. Karlo Visaticki, kurz Don Karlo, im Oktober 2018. „Unsere Kooperation lebt vor allem durch unsere regelmäßigen Besuche vor Ort“, so Markus Kampling.

Am 29. März 2019 besuchte Don Karlo die Katholische Pflegehilfe in Begleitung von Don Zdenko in Essen, um die Kooperation möglicherweise auszuweiten. Vorgestellt wurde Ihnen unter anderem das Neubauprojekt der Katholischen Pflegehilfe an der Schloßstraße in Borbeck, welches Platz für 12 Senioren mit besonderem Betreuungsbedarf im Rahmen einer Wohngemeinschaft, sowie Platz für eine weitere Sozialstation des ambulanten Pflegedienstes und einer 99-köpfigen KiTa bieten wird. Außerdem besichtigten die Herrschaften die Außerklinische Beatmungs- und Intensivpflege Wohngemeinschaft der Mesanus GmbH an der Unterstraße in Frintrop.

In Deutschland werden zahlreiche Projekte und Maßnahmen für die immer älter werdende Bevölkerung eingeleitet. Der demographische Wandel ist nicht nur in Deutschland längst angekommen, sondern auch in Bosnien und Herzegowina nicht mehr aufzuhalten. Konnte Bosnien und Herzegowina im Jahr 1991 einen größeren Anteil an jungen Menschen als an über 65-Jährigen nachweisen, so ist es nach dem Bosnienkrieg leider nicht mehr der Fall. Zur Zeit liegt der Anteil der jungen Bevölkerung deutlich unter dem „Bestandserhaltungsniveau“. Durch den demographischen Wandel in der Altersstruktur werden weitere Probleme erkenntlich. Vor allem die Pensionssicherung, das Gesundheitssystem und die Betreuung und Pflege der älteren Bevölkerung in Bosnien und Herzegowina stehen zukünftig vor zahlreichen Problemen. Dies ist auch in unzähligen europäischen Ländern der Fall, doch versuchen diese die anfallenden Probleme durch mögliche Einwanderungen, was in Bosnien und Herzegowina nicht der Fall ist.

So sammeln Markus Kampling, Don Karlo und Don Zdenko zahlreiche innovative Ideen und vertiefen strategische Planungen, um diesen Problemen in Bosnien und Herzegowina gemeinsam entgegentreten zu können.

(v.l.:) Don Zdenko, Don Karlo und Markus Kampling bei ihrem Besuch in Deutschland.

Die Stadt Banja Luka in Bosnien und Herzegowina leidet noch immer unter den Folgen des Bürgerkriegs – auch wenn er schon seit einigen Jahren beendet ist. „Es war ein Krieg, der nicht vergehen will, der das Land bis heute zerreißt und eine Atmosphäre der Angst schürt“, erinnert sich Don Karlo. „Umso glücklicher sind wir und die Menschen vor Ort, über die zahlreichen Hilfen, die uns durch unsere Kooperation mit der Katholischen Pflegehilfe zugutekommen.“

So kamen den Menschen zahlreiche Spenden des Pflegedienstes zu, um der notleidenden Bevölkerung zu helfen. Sowohl Geldspenden als auch Transporte mit Pflegehilfsmitteln und Autos haben regelmäßig ihren Weg nach Banja Luka gefunden um die häusliche Pflege und Grundversorgung von Nahrungsmitteln der älteren Menschen zu gewährleisten.

Auch das pflegerische Knowhow der Mitarbeitenden der Katholischen Pflegehilfe wurde bei zahlreichen Besuchen in Banja Luka und bei extra organisierten Workshops der Katholischen Pflegehilfe an ehrenamtliche Mitarbeitenden der Gemeinde weitergegeben. „Wir freuen uns, das unsere zahlreichen humanitären Unterstützungen in Bosnien und Herzegowina Erfolge erzielen und wollen auch weiterhin für eine menschenwürdige Unterstützung kämpfen“, endet Markus Kampling.