Menschen aus Banja Luka bedanken sich für Humanität

Seit über 18 Jahren unterstützt die Katholische Pflegehilfe regelmäßig die Menschen aus der Gemeinde Banja Luka in Bosnien und Herzegowina. Unterschiedliche Hilfen der Katholischen Pflegehilfe kommen den Menschen aus Banja Luka zugute.

Die Stadt Banja Luka in Bosnien und Herzegowina leidet noch immer unter den Folgen des Bürgerkriegs – auch wenn er schon seit einigen Jahren beendet ist. Die Menschen auf dem Land müssen als Selbstversorger tätig werden und die Jugend habe keine Chance auf einen Job, durch den sie ihr tägliches Brot verdienen könnten. „Auch die alten Menschen haben keinerlei Hoffnung auf Hilfe, es sei denn sie werden unterstützt“, so Markus Kampling (Geschäftsführer der Katholischen Pflegehilfe).

Die Katholische Pflegehilfe hat den Menschen in Banja Luka in den vergangenen Jahren eine Reihe von Spenden zukommen lassen, um der notleidenden Bevölkerung zu helfen. Zahlreiche Transporte mit Pflegehilfsmitteln und Autos wurden dorthin gebracht, aber auch Geldspenden von der Katholischen Pflegehilfe haben regelmäßig ihren Weg nach Banja Luka gefunden.

So wechselten beispielsweise seit dem Jahr 2011 regelmäßig ausgesonderte Dienstfahrzeuge der Katholischen Pflegehilfe zur katholischen Pfarrei in Dervisi bei Banja Luka in Bosnien-Herzegowina, welche in der Gemeinde dringend gebraucht wurden um die Auslieferung von warmen Mittagessen zu gewährleisten und um die häusliche Pflege alter Menschen sicherzustellen. Die Geldspenden wurden dazu eingesetzt, dass die Menschen vor Ort ihre Wohnungen oder Häuser heizen konnten oder aber auch damit die Grundversorgung von Nahrungsmitteln gewährleistet war.

Auch das pflegerische Knowhow der Mitarbeitenden der Katholischen Pflegehilfe wurde bei zahlreichen Besuchen in Banja Luka und bei extra organisierten Workshops der Katholischen Pflegehilfe an ehrenamtliche Mitarbeitenden der Gemeinde weitergegeben.

Initiator der Caritasarbeit in der Gemeinde Banja Luka ist Monsignore Prof. Dr. Karlo Visaticki. Nach dem Bosnien-Krieg begann er zunächst, den Vertriebenen und zurück gekehrten katholischen Christen seiner Gemeinde zu helfen, ihr Leben wieder selber zu bewältigen. Mit einer Suppenküche, welche über 10 Jahre von der Katholischen Pflegehilfe finanziell unterstützt wurde, mit zahlreichen Hilfen für Kinder und Jugendliche und mit konkreten Hilfen für alte, kranke und oder behinderte Menschen setzt er sich noch heute für Mitglieder seiner Gemeinde ein. Eine Kirche hat er nie gebaut, da nur ein kleiner Teil der Gemeinde zurückgekehrt ist und eine Kapelle im Pfarrhaus über Jahre ausgereicht hat. Obwohl er den Bau einer Kirche anstrebte, hat er sich dazu entschieden, die Geldspenden den Menschen seiner Gemeinde zukommen zu lassen, die dieses Geld dringend für die Sicherstellung des alltäglichen Lebens benötigten.

Doch nun zeigen seine Arbeit und die zahlreichen humanitären Unterstützungen der Katholischen Pflegehilfe und einigen anderen Unternehmen Erfolge und die Gemeinde in Banja Luka wächst stetig, sodass eine Kirche in Banja Luka gebaut werden konnte.

Am 22. Oktober 2018 wird die Kirche des Klosters der Franziskaner in Petricevac geweiht und freudig von der Gemeinde in Empfang genommen. Zu diesem Anlass und zum Ausdruck tiefen Dankes wurde Markus Kampling dazu eingeladen, diesem besonderen Moment in Banja Luka beizuwohnen.

Das ausgesonderte Fahrzeug der Katholischen Pflegehilfe wurde dankend in Banja Luka angenommen und kommt nun den Menschen vor Ort zugute.

Kirche des Klosters der Franziskaner in Petricevac.

Dieses Bild spiegelt die ärmlichen Verhältnisse in Banja Luka wieder.

Noch immer ist ein Leben in unvorstellbarer Armut in Banja Luka keine Seltenheit.