Die Belastung für Bewohnende stationärer Einrichtungen und ihre Angehörigen durch das geltende Besuchsverbot ist hoch. Hier wird das Seniorenzentrum St. Martin in einem ersten vorsichtigen Schritt Abhilfe schaffen und hat auf dem eigenen Gartengelände neben dem Gebäude einen Ort der Begegnung eingerichtet.

„Getrennt durch eine Plexiglasscheibe und unter Berücksichtigung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln können sich Bewohnende und Angehörige hier nach Anmeldung treffen“, erläutert Markus Kampling, Geschäftsführer der Katholischen Pflegehilfe. „Die Begegnungen finden nach vorheriger Terminabsprache statt und werden von einer oder einem Mitarbeitenden des Hauses begleitet.“

Die Termine für das 15-minütige Treffen können ab 28.04.2020 zwischen 10:00 und 12:00 bzw. zwischen 14:00 und 16:30 Uhr erfolgen und müssen im Vorfeld bei der zuständigen Pflegebereichsleitung angemeldet und in einer entsprechenden Terminliste erfasst werden. „So gewährleisten wir eine lückenlose Dokumentation und sorgen gleichzeitig dafür, dass es keine Überschneidungen gibt und entsprechendes Personal zur Verfügung steht“.

Die Kontaktmöglichkeit ist ein Versuch, der sozialen Isolation der Bewohnenden entgegenzuwirken und ihnen und ihren Angehörigen eine Freude zu bereiten. „Auch das ist Gesundheitsschutz für uns“, sagt Markus Kampling. „Denn die Einsamkeit und der fehlende Kontakt zu den Liebsten stellt für viele eine hohe psychische Belastung dar.“

Der Ort der Begegnung befindet sich im Garten des Seniorenzentrums. Zwischen zwei Tischen wird eine 2 Meter hohe und 2,50 Meter breite Plexiglasscheibe fixiert. Alle Beteiligten sind dazu verpflichtet, geltende Abstands- und Hygienevorschriften einzuhalten. Es wird ausdrücklich um das Tragen einer Mund- und Nasenschutzmaske gebeten. Das Tragen von Handschuhen wird darüber hinaus empfohlen.

Diese Vorgehensweise ist mit der unteren Gesundheitsbehörde der Stadt Essen abgestimmt.