Stiftung Füreinander Leben und Katholische Pflegehilfe bedenken Ärmste der Armen

Die Stiftung Füreinander Leben, die sich für bedürftige Personen im Bistum Essen engagiert, und die Katholische Pflegehilfe haben der Praxis Kosmidion bei einem gemeinsamen Termin Spenden von insgesamt 5.064 Euro übergeben. Die gemeinnützige Praxis Kosmidion behandelt Menschen, die auf Grund persönlicher Schicksalsschläge oder fehlender Papiere keinen Versicherungsschutz nachweisen können.

Seit 2014 öffnet die Praxis an einem Tag pro Woche ihre Pforten. Dann beginnt ein engagiertes Team aus Fachärzten, Pflegepersonal, Praxishelfern und Übersetzern die ehrenamtliche Arbeit. In ihrer Sprechstunde werden alle Altersklassen und Krankheitsbilder behandelt. Bei den bisher mehr als 1.600 Patientenkontakten bildete sich ein Schwerpunkt auf internistischen, orthopädischen und psychiatrischen Diagnosen bei Erwachsenen heraus.

„Wir versorgen hier Menschen, die keine Möglichkeit haben, selbst für ihre Behandlungen aufzukommen“, berichtet der leitende Arzt. Dass er und sein Team damit regelmäßig Leben retten, bestätigt seine Aussage zum Behandlungsspektrum der Praxis. „Wir behandeln hier neben regelmäßigen und chronisch kranken Patienten sehr häufig Notfälle.“ Denn bei der überwiegenden Mehrheit der Patienten ist der Gesundheitszustand kritisch. „Da sich viele Patienten in einer prekären Situation befinden, suchen sie erst einen Arzt auf, wenn sie wirklich keinen anderen Ausweg mehr sehen.“

Vorbild und Leitbild für die Aktivität des Praxisteams sind Kosmas und Damian, die in der christlichen Glaubenslehre bis heute als ‚Heiler des Umsonst‘ verehrt werden. Finanziert wird dieses Engagement durch Spendengelder und die Unterstützung von Medizinern und medizinischen oder pharmazeutischen Einrichtungen, die eine fachärztliche Weiterbehandlung oder die medikamentöse Versorgung der bedürftigen Patienten ermöglichen. Schließlich können die behandelnden Ärzte nicht immer alle medizinischen Fachbereiche abdecken.

„Wir freuen uns, diese Initiative mit unserer Spende unterstützen zu können“, sagt Ute Bressler, Vorstandsvorsitzende der Stiftung. Gemeinsam mit Kuratoriumsmitglied Markus Kampling hatte sie den Spendenscheck Ende November an die Praxisvertreter übergeben.

„Die Patienten, die hier behandelt werden, sind meist durch Schicksalsschläge in ihre aktuelle Situation geraten und können nicht von einem Versicherungsschutz profitieren, wie wir ihn kennen“, erläutert Markus Kampling, der neben seinem Engagement für die Stiftung Geschäftsführer der Katholischen Pflegehilfe ist. „Im Krankheitsfall gibt es für diesen Personenkreis damit eigentlich keine Versorgung. Wir sind dankbar, dass die Praxis hier einen Weg findet, zur Heilung dieser armen Menschen beizutragen. Denn sie sind nun einmal da und schwer krank, da darf man nicht wegsehen.“

Neben der Spende der Stiftung Füreinander Leben über 3.000 Euro erhielt die Praxis einen Spendenscheck über 2.064 Euro von der Katholischen Pflegehilfe. Dieses Geld stammt aus einer Spendenaktion der Mitarbeitenden.